Rheinland-Pfalz Kommentar: Vor Änderungen bei der Einschulung die Folgen bedenken

Die Schultüte gehört zur Einschulung. Über den richtigen Zeitpunkt dafür kann man trefflich streiten.
Die Schultüte gehört zur Einschulung. Über den richtigen Zeitpunkt dafür kann man trefflich streiten. Foto: Keystone

Mehr Mitbestimmung der Eltern beim Einschulungstermin für den Nachwuchs? Im Grundsatz ist dagegen nichts einzuwenden. Allerdings müssen die Konsequenzen wohl überlegt sein. Deutschland schult im internationalen Vergleich nach wie vor spät ein. Die gültigen Regeln sollten genau diesen Befund ändern. Wer verhindern will, dass weniger Fünfjährige in die Schule müssen, nimmt auch in Kauf, dass mehr Siebenjährige ihren ersten Schultag haben. Das hat jeweils Vor- und Nachteile, deren Ausmaß wissenschaftlich umstritten ist. Wenn mehr Kinder auf Betreiben der Eltern zurückgestellt werden, bedeutet dies auch weniger Planungssicherheit und höhere Kosten für die Kommunen bei den Kitas. Und nicht zuletzt: In Rheinland-Pfalz geht es um eine Verschiebung des Stichtags um zwei Monate. Ein solch kurzer Zeitraum wird kaum entscheidend sein.

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