Rheinland-Pfalz
Kommentar: Nachhilfe für die rheinland-pfälzischen Verkehrspolitiker?
Die Ankündigung des baden-württembergischen Verkehrsministers klingt zunächst dynamisch und zupackend: In den kommenden Jahren will er die Anzahl der 24-Stunden-Baustellen in seinem Bundesland schrittweise weiter erhöhen. Tatsache ist aber: Handlungsvollmacht hat er nur noch bis 2020. Denn ab 2021 übernimmt die „Autobahn GmbH des Bundes“ Planung, Bau, Erhaltung und Betrieb des gesamten deutschen Autobahnnetzes.
Ob die neue Riesenorganisation, die künftig 15.000 Mitarbeiter beschäftigen wird, auf 24-Stunden-Baustellen setzt, ist derzeit unklar: Hierzu gebe es noch keine abschließende Position, dies werde noch geprüft, hieß es gestern. Die neue Bundesgesellschaft könnte also bei den Tempo-Baustellen bremsen. Oder auch Gas geben. Was dann Autofahrer und Pendler in Rheinland-Pfalz freuen dürfte: Denn dort sind 24-Stundenbau-Stellen mit kürzeren Bauzeiten bisher die Ausnahme.