Rheinland-Pfalz Kommentar: Minimalinvasiv

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Für die Kliniken ist der neue

Krankenhausplan nur auf den ersten Blick ein Weihnachtsgeschenk: Der Auslastungsdruck dürfte wachsen.

Die Mitarbeiter in den meisten Kliniken werden nach der gestrigen Vorstellung des neuen Krankenhausplanes erst einmal aufatmen. Soll doch bis zum Jahr 2025 gerade mal ein Prozent der Betten abgebaut werden. In der Chirurgie würde man so etwas als minimalinvasiven Eingriff bezeichnen. Krankenkassen, die die Beitragsentwicklung im Blick haben müssen, reagieren wenig überraschend enttäuscht. Nimmt das Ministerium allerdings das angekündigte Monitoring ernst, dann wurde mit dem Plan den Kliniken nur eine Gnadenfrist eingeräumt. Zählt doch Rheinland-Pfalz mit einer Bettenauslastung von nur noch 71 Prozent bundesweit zum Schlusslicht. Wer auch in ein oder zwei Jahren eine niedrige Auslastung vorweisen kann, muss deshalb befürchten, dass das Land – Stichwort Monitoring – dann tiefer schneidet. Nicht auszuschließen, dass dann die Entscheidung, ob eine bestimmte Untersuchung oder Behandlung notwendig ist, schneller als bisher zugunsten der medizinischen Leistung ausfällt. Das wäre nicht im Sinne der Krankenkassen und in der Regel auch nicht der Patienten. Aber angesichts der aufgeschobenen Strukturanpassungen wohl unvermeidlich.

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