Rheinland-Pfalz KOMMENTAR: Konsequent

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Das Land war lange geduldig mit dem Arab-Nil-Rhein-Verein. Aber die Regierung darf sich nicht am

Nasenring herumführen lassen.

Mit dem drohenden Aus für die muslimische Kita und zum Schuljahresende für den islamischen Religionsunterricht in Mainz handelt das Land konsequent, wenn auch spät. Sollte der Vorsitzende des Arab-Nil-Rhein-Vereins, Samy El Hagrasy, der zugleich der äußerst einflussreiche Vorsitzende des Arbeitskreises Mainzer Muslime ist, keine 180-Grad-Wende vollziehen, endet nach zehn Jahren ein hoffnungsvoll gestartetes Projekt. Es stand seitens der Befürworter in der Regierung und in den Parteien für eine Normalisierung der Beziehungen zum Islam und für ein wachsendes Miteinander der unterschiedlichen Kulturen. Doch trotz anders vorgegebener Rahmenbedingungen hat der Moschee-Verein die Öffnung der Al-Nur-Kita nicht gelebt. Da mag den Kindern mit der deutschen Sprache und anderen Fertigkeiten noch so viel Positives vermittelt worden sein. Wenn unter dem gleichen Dach Salafismus gepredigt wird, hat El Hagrasy die gemeinsamen Ziele verraten – und letztlich der anti-islamischen Stimmung Vorschub geleistet.

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