Rheinland-Pfalz Kommentar Führerscheinbetrugs-Prozess: Wenig professionell
Der Richter im Prozess um Urkundenfälschung wird von den Verteidigern geschätzt. Er mache das cool. Am Dienstag aber hat seine Professionalität gelitten. Er, der ebenso hartnäckig nachbohren wie lustig-zuvorkommend sein kann, blaffte den unter Depressionen leidenden Angeklagten an, dass er bis zum Beginn eines neuen Prozesses zwei Jahre unter der Ungewissheit leiden werde. Hätte er ihm etwa geraten, ein schnelles Urteil zu bekommen, aber Haft zu riskieren? Oder wollte er andeuten, auch ohne Zweitgutachten wäre Bewährung möglich gewesen? Anwalt und Richter hätten das klugerweise vorher besprochen.
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