Rheinland-Pfalz RHEINPFALZ Plus Artikel Kolumne: Null Problemo mit 0-Euro-Scheinen in der Pfalz

Der Landauer 0-Euro-Schein zur Festung.
Der Landauer 0-Euro-Schein zur Festung. Foto: Iversen

Eine „Null“ für sich genommen ist ja eigentlich nichts. Eine Leerstelle. Natürlich kann die Null dennoch wertvoll sein. Beispielsweise beim Fußball – wer da „zu Null“ spielt, bekommt keine Gegentore. Und wer etwas in „Nullkommanichts“ erledigen kann, ist ganz schön schnell. Auf der anderen Seite: Wer eine „totale Null“ ist, gilt gemeinhin als Versager.

Dass sich mit der „Null“ gleichwohl ganz gute Geschäfte machen lässt – mitunter auch für einen guten Zweck –, beweist die Welle der Null-Euro-Scheine, die seit einiger Zeit auch die Sammler in Deutschland auf Trab hält. Die Idee, auf diese Weise Sehenswürdigkeiten, Ereignisse oder Persönlichkeiten als Souvenir zu vermarkten, stammt ursprünglich aus Frankreich. Der erste 0-Euro-Schein in Deutschland wurde im März 2016 vom Zoo Duisburg herausgegeben.

Inzwischen erscheinen pro Jahr mehrere hundert verschiedene 0-Euro-Souvenirscheine. Am Dienstag stellte die Trierer Tourismus und Marketing GmbH einen 0-Euro-Schein zur Porta Nigra vor. Anlass ist ein Jubiläum: 2020 wird der 1850. Geburtstag der Grundsteinlegung dieses Trierer Wahrzeichens gefeiert: Kosten wird das Andenken, das alle gängigen Sicherheitsmerkmale wie Mikroschrift, Brailledruck, Hologramm und Wasserzeichen aufweist, drei Euro.

Die Vielzahl der Serien, Motive und Auflagen, die als 0-Euro-Scheine auf den Markt kommen, überfordert mittlerweile viele Sammler: Eine komplette Kollektion der deutschen Motive aufzubauen sei wegen der finanziellen Belastung inzwischen fast unmöglich geworden, urteilt das Branchenmagazin „Münzen-Woche“. An der Pfalz kann dies allerdings nicht liegen, bisher gibt es lediglich Exemplare zur Landauer Festung sowie zum Speyerer Technik-Museum und Seal-Life.

Eine Pfälzer Komplettsammlung? Null Problemo! Noch.

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