Rheinland-Pfalz Kühe und Pferde blockieren Bahngleise

„Seniora Lina“, „Twister“ und „Dancer“ auf dem Bahngleis.
»Seniora Lina«, »Twister« und »Dancer« auf dem Bahngleis.

«Deidesheim/Saulheim.»In zwei Fällen haben in Rheinland-Pfalz ausgerissene Tiere zu Behinderungen im Bahnverkehr geführt: Einmal waren es ausgebüxte Kühe, im anderen Fall von einer Koppel entlaufene Pferde. Drei Rinder mussten bei dem Vorkommnis im Kreis Bad Dürkheim getötet werden.

Im Bereich Deidesheim/Forst haben mehrere Rinder, die aus bisher nicht bekannten Gründen die umzäunte Weide verlassen konnten, für Chaos gesorgt. Ein Tier stieß am Mittwoch gegen 20 Uhr bei Bahnkilometer 7,5 mit einer Regionalbahn zusammen. Dabei wurde glücklicherweise kein Passagier verletzt, wie die Polizei gestern mitteilte. Jedoch musste die Kuh wegen ihrer schweren Verletzungen erschossen werden. Der Zug wurde leicht beschädigt. Um weitere Unfälle zu verhindern, war die Bundesstraße 271 zwischen den Abfahrten Wachenheim und Meckenheim für mehrere Stunden gesperrt. Beamten suchten mit einem Hubschrauber nach den weiteren Tieren. Dabei sei eine Wärmebildkamera eingesetzt worden. Mit Hilfe von Feuerwehrleuten und freiwilligen Helfern konnte die Polizei den größten Teil der Herde dann einfangen. Zwei Tiere mussten jedoch auf ihrer Flucht von Jagdausübungsberechtigten erschossen werden. Ein weiteres Rind wurde zunächst noch vermisst. Nach ihm wurde auch gestern gesucht. Im Kreis Mainz-Bingen haben am Mittwochnachmittag drei ausgerissene Pferde auf einer Bahnstrecke beinahe einen Unfall verursacht. Die Tiere standen zwischen Saulheim und Nieder-Olm auf den Gleisen, als sich ein Zug mit einer Geschwindigkeit von 110 Stundenkilometern näherte, teilte die Bundespolizeiinspektion Kaiserslautern gestern mit. Nur durch eine Schnellbremsung sei es gelungen, den Zusammenstoß mit den Tieren zu verhindern. Verletzt wurde niemand. Bundespolizisten aus Mainz konnten die Pferde, die „Seniora Lina“, „Twister“ und „Dancer“ heißen, schließlich vom Gleis und somit aus dem Gefahrenbereich führen. Die Tiere hatten am Mittwoch den Weidezaun der nahegelegenen Koppel durchbrochen und sich auf den Weg in die Freiheit gemacht. Die Bundespolizei ermittelt nun gegen die Besitzerin wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr. Die Bahnstrecke war am Nachmittag etwa eine Stunde lang gesperrt. Es kam zu erheblichen Beeinträchtigungen.

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