Rheinland-Pfalz Illegales Autorennen im Vorfeld des Unfalls?

In dieses Gebäude krachte der Wagen, der zuvor zwei Kerwebesucherinnen erfasst hatte.
In dieses Gebäude krachte der Wagen, der zuvor zwei Kerwebesucherinnen erfasst hatte.

«TRIPPSTADT.» Nach dem Verkehrsunfall in der Nacht auf Sonntag in Trippstadt (Kreis Kaiserslautern) mit zwei schwerstverletzten Frauen hat die Polizei Hinweise von Zeugen bekommen, die auf ein illegales Autorennen hindeuten könnten. Das hat Polizeisprecher Bernhard Christian Erfort gestern bestätigt.

„Es gab den Hinweis, dass es bereits Stunden vor dem Unfall zu einem Autorennen gekommen sein soll“, sagt Erfort. „Diesen Hinweisen gehen wir derzeit nach.“ Im Raum Trippstadt – mitten im Pfälzerwald mit seinen kurvigen Straßen gelegen – seien ihm aus der Vergangenheit allerdings keine illegalen Autorennen bekannt, so der Präsidiumssprecher. „Es gibt dort unseres Wissens keine Rennszene. Nur die Motorradfahrer, von denen einige zu schnell Richtung Johanniskreuz fahren.“ Der designierte Trippstadter Ortsbürgermeister Jens Specht weiß nichts von einem Autorennen am Kerwesamstag. „Wenn da was gewesen sein sollte, habe ich nichts mitbekommen“, sagte er gestern auf Anfrage. In dem Unfallauto befanden sich ein 18-Jähriger und ein 19-Jähriger, beide ohne Führerschein, einer davon alkoholisiert. Wer von beiden am Steuer saß, als der Mitsubishi Eclipse die zwei Fußgängerinnen unweit des Kerweplatzes erfasste, ist noch immer unklar. „Aber die Spurensuche des Gutachters macht Fortschritte“, zeigt sich Erfort zuversichtlich, dass der Fahrer bald ermittelt werden kann. Die beiden Frauen (48 und 26 Jahre alt) – eine schwebte nach dem Unfall in Lebensgefahr –, sind laut Polizei wieder ansprechbar: „Es gab bereits einen ersten Kontakt, aber noch keine Vernehmung.“ Eine der Frauen verlor bei dem Unfall ein Bein. Der Opferbeauftragte der Landesregierung, Detlef Placzek, hat gestern die Unfallstelle in Trippstadt besucht und mit Helfern gesprochen. Er wolle auch mit den Opfern Kontakt aufnehmen und ihnen mit Rat zur Seite stehen, sobald es den Frauen besser gehe, sagte er.

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