Ukraine-Krieg Hans rechnet mit Cyberattacken aus Russland

Tobias Hans
Tobias Hans (CDU), Ministerpräsident des Saarlandes.

 Als Antwort auf Sanktionen gegen den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine erwartet Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) verstärkte Cyberattacken aus Russland. «Wir müssen uns dafür rüsten, dass es solche Angriffe gibt», sagte Hans nach einer Sondersitzung des Ministerrates am Freitag in Saarbrücken. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, das eine Niederlassung im Saarland hat, habe bestätigt, dass die Alarmstufe sehr hoch sei für Cyberattacken, berichtete der Regierungschef.

Im Saarland würden nun die Vorbereitungen für solche Internetangriffe intensiviert, um die saarländische Landesverwaltung und die Kommunen «bestmöglich» zu schützen. Einiges sei bereits in der Vergangenheit vorbereitet worden, um Strukturen abzusichern. «Wir werden das jetzt vermehrt intensivieren», sagte Hans.

Es sei klar, dass man als Reaktion auf Sanktionsmaßnahmen von der Europäischen Union «auch mit Gegenbewegungen von Russland» rechnen müsse. «Das haben wir in der Vergangenheit schon gesehen, das wird sich jetzt verstärken», sagte Hans.

Mit Blick auf mögliche russische Cyberangriffe als kriegerisches Mittel sagte Bundesinnenministerin Nancy Faeser laut Medienberichten, die Angriffe würden sich zunächst in erster Linie auf die Ukraine beziehen. Die Bundesregierung sei jedoch auch wachsam und vorbereitet, was eventuelle Cyberattacken auf die Bundesrepublik betreffe.

 

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