Rheinland-Pfalz Grundschulen: Lehrerverband VBE sieht Überlastung

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«MAINZ.»Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) warnt vor einer Überlastung des Lehrpersonals in Grundschulen und fordert mindestens 2000 zusätzliche Planstellen für Lehrkräfte. Im vergangenen Schuljahr unterrichteten in den rheinland-pfälzischen Grundschulen knapp 10.600 Frauen und Männer.

Nach Darstellung des VBE-Landesvorsitzenden Gerhard Bold sind die Anforderungen an Grundschullehrkräfte in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Zunehmend werde Zeit für grundlegende Erziehungsaufgaben sowie für Gespräche mit Eltern oder Jugendämtern gebraucht. Die Kinder seien „ganz anders aufgestellt“ als früher, sagte Bold. Vor diesem Hintergrund fordert die Lehrergewerkschaft mehr Personal. Wenn die grundlegende Bildung in den Grundschulen gelingen solle, müsse die Politik sehr viel mehr Geld bereitstellen, erklärte der stellvertretende VBE-Landesvorsitzende Lars Lamowski. Laut Bildungsministerium sind im laufenden Schuljahr genug Lehrer da, um an den Grundschulen rechnerisch sogar 103 Prozent der vorgesehenen Pflicht- und Förderstunden erteilen zu können. Diese Aussage hält der VBE für Schönfärberei. Nach einer Befragung, an der laut Verband 70 Schulen teilgenommen haben, fallen zum Beispiel wegen Krankheit, Schwangerschaft oder Fortbildung zwischen sechs und fast elf Prozent des planmäßigen Unterrichts aus. Sogenannte Feuerwehrlehrer für kurzfristige Vertretungen seien meist nach kurzer Zeit für Langzeitvertretungen verplant. Lamowski forderte das Ministerium auf, den tatsächlichen Unterrichtsausfall „ehrlich und regelmäßig jeden Monat“ zu messen. Weitere Forderungen des VBE neben der Aufstockung des Personals: Mehr Unterstützung der Lehrkräfte zum Beispiel durch Sozialarbeiter und bessere Bezahlung, um das Grundschullehramt für junge Leute wieder attraktiver zu machen.

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