Rheinland-Pfalz Geld für Kitas: Kreise wollen 100 statt 13,5 Millionen

«MAINZ.» Die Landkreise in Rheinland-Pfalz befürchten, nach der von der Landesregierung geplanten Reform der Kindergärten auf hohen Kosten sitzen zu bleiben. Die Kommunen würden am Ende zu „Ausfallbürgen“, wenn das Land nicht deutlich mehr Geld zur Verfügung stelle, sagte der Vorsitzende des Landkreistags, Günther Schartz (CDU). Nach den Plänen der Regierung sollen Eltern in Zukunft einen Anspruch darauf haben, dass ihre Sprösslinge täglich sieben Stunden am Stück in der Kita betreut werden. Außerdem sieht das neue Gesetz vor, dass alle Kitas den Kindern ein Mittagessen anbieten. Das Land will den Kita-Trägern 13,5 Millionen Euro zur Verfügung stellen, damit Küchen eingerichtet beziehungsweise erweitert werden können. Das sei viel zu wenig, argumentiert der Landkreistag. Um die Küchen und die sonstigen Räume der Kitas für die neuen Anforderungen zu rüsten, müssten deutlich mehr als 100 Millionen Euro investiert werden.