Rheinland-Pfalz Flüchtlinge: Land und DRK planen für Krisenfall

«Mainz.»Für den Fall einer starken Zunahme der Flüchtlingszahlen bereitet Rheinland-Pfalz ein Krisenmanagement vor. Das Integrationsministerium und der Landesverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) haben dazu eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet.
In dieser vereinbaren beide Seiten einen engen Austausch sowie die kurzfristige Errichtung von Notunterkünften und nehmen andere „Leistungen im Krisenfall“ in den Blick. Die Vereinbarung sieht vor, dass das DRK so frühzeitig wie möglich vom Ministerium über die aktuelle Lage und den notwendigen Hilfs- und Unterstützungsbedarf informiert wird. Die Auswahl einer Notunterkunft erfolge in Absprache mit dem Ministerium oder der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD). Der Betrieb einer Notunterkunft sei schnellstmöglich vertraglich zu regeln. Zurzeit sind 2024 Geflüchtete in fünf Einrichtungen der Erstaufnahme untergebracht, wo es Platz für 3180 Menschen gibt. Zudem steht ein „aktiver Puffer“ zur Verfügung, mit dem kurzfristig 1835 Plätze bereit gestellt werden können. Daneben wird ein „passiver Puffer“ von aktuell 5020 Plätzen vorgehalten, die mit längerer Vorbereitungszeit nutzbar seien.