Rheinland-Pfalz EINWURF: Offene Aufklärung betreiben!

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Die Opferanwältin Claudia Willger schilderte gestern vor der Sitzung im Landtag eindrücklich, was es mit Kindern macht, wenn Erwachsene ihnen zu nahe kommen, sie unsittlich berühren, sie missbrauchen – und das immer wieder. Eines der Opfer könne heute noch nicht einmal mehr seine Oma im Krankenhaus besuchen – so sehr sei es von Angst gestört. Sie fordert eine „echte“ Aufarbeitung, die womöglich andere Interessen – in der Politik und dem Klinikum – bislang verhindert hätten. Diese Aufklärungsarbeit wird es wahrscheinlich nur in einem Untersuchungsausschuss geben, der dann – anders als die Sitzung gestern – nicht hinter verschlossenen Türen stattfindet. Dann muss auch ein Generalstaatsanwalt erklären, warum es nicht möglich war, innerhalb von neun Monaten den Beschuldigten zu verhören, damit es womöglich hätte zur Anlage gegen ihn kommen können. Schon im Herbst 2015 waren drei Jungs als „Verletzte“ anerkannt. Wieso sah die Behörde da immer noch keine rechtliche Grundlage zur Anklage? Wieso gelangte diese Info nicht bis in die Spitzen der Ministerien, der Regierung? Nach dem Sommer wartet auf die Saar-Politiker wohl ein straffes Programm.

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