Rheinland-Pfalz Drei Ämter treten in OFD-Fußstapfen

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KOBLENZ (jüm). Von heute an ist Rheinland-Pfalz um eine traditionsreiche Behörde ärmer und um drei neue Ämter reicher: Die Oberfinanzdirektion (OFD) in Koblenz wurde zum Monatsende aufgelöst und in drei eigenständige Nachfolgebehörden aufgespalten. Für die meisten Bürger ändert sich dadurch nichts, allerdings werden die Landesbediensteten ihr Geld nun vom neuen Landesamt für Finanzen erhalten.

Die Aufspaltung war vom Mainzer Landesgesetzgeber beschlossen worden, weil die verbliebenen OFD-Abteilungen, aus denen die neuen Ämter jetzt hervorgingen, schon seit längerem ein Eigenleben führten. Die Neuorganisation soll dieser Tatsache Rechnung tragen. Somit wurden mit dem heutigen Tag aus der Taufe gehoben: Beim Landesamt für Steuern mit derzeit 7400 Mitarbeitern wird der Löwenanteil der einstigen OFD-Aufgaben gebündelt. Dazu zählen die landesweit 27 Finanzämter, die Landesoberkasse, die für 220 Dienststellen des Landes den Zahlungsverkehr und die Buchführung des Landes abwickelt, die Zentrale Datenverarbeitung der Finanzverwaltung sowie die Fachhochschule für Finanzen und Landesfinanzschule in Edenkoben. Chefin dieser Mittelbehörde ist von heute an Brigitte Bolling-Wechsler. Das Landesamt für Finanzen mit 620 Mitarbeitern kümmert sich darum, dass die Landesbediensteten und Pensionäre jeden Monat pünktlich ihr Geld bekommen. Darüber hinaus ist das Amt unter anderem für die Aufgaben des ehemaligen Amtes für Wiedergutmachung zuständig. Als dritte OFD-Nachfolgebehörde übernimmt das Amt für Bundesbau mit 30 Mitarbeitern die Bauherrenaufgaben des Bundes. Derzeit bekanntestes Projekt ist das neue Hospital der US-Streitkräfte in Weilerbach (Kreis Kaiserslautern) mit geschätzten Kosten von 750 Millionen Euro. Da im wesentlichen nur Namensschilder und Briefköpfe ausgetauscht werden, wird es für die betroffenen Mitarbeiter keine unmittelbaren Auswirkungen geben: Sie verbleiben nach Angaben der bisherigen OFD-Sprecherin Wiebke Girolstein an ihren bisherigen Dienstorten. Auch für die meisten Bürger hat die Neuorganisation keine Folgen: Sie haben es weiter mit ihren gewohnten Finanzämtern zu tun. Mit den drei Landesämtern direkt kommen sie in der Regel nicht in Kontakt. Etwas anders sieht es laut Wiebke Girolstein für die 160.000 Bediensteten des Landes aus. Dazu zählen Richter, Lehrer, Polizisten, Finanzbeamte, Angestellte sowie Pensionäre und andere Versorgungsempfänger. Für sie ändern sich die Behördenanschrift auf ihren monatlichen Gehaltsmitteilungen sowie die E-Mailkontakt- und die Internetadresse: Statt der OFD wird das Landesamt für Finanzen als Absender auftauchen. Und wenn Angestellte, Beamte und Pensionäre des Landes Informationen zu den Themen Beihilfe, Gehalt, Kindergeld und Pension benötigen, können sie nun bei www.lff-rlp.de nachschauen oder an poststelle@lff.fin-rlp.de mailen. Die Ansprechpartner und Telefondurchwahlen sowie Straße und Ort der Anschrift bleiben erhalten.

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