Rheinland-Pfalz De Geede war gut, gell ...

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Unter dem Motto „Saach blooß“ gehen wir originellen Sprüchen, Redensarten und Wörtern aus der Pfalz auf den Grund – und zwar mithilfe unserer Leserinnen und Leser.


Keine Sorge liebe Leserinnen und Leser, „Saach blooß“ hat nicht zum Frühstück einen Deutsch-Oberstudienrat verschluckt. Wir werden nicht als Zweihunderttausendste die Verse des „Chorus mysticus“ vor- und rückwärts interpretieren und der Frage nachgehen, was das „Ewig-Weibliche“ nun eigentlich sei: die Liebe?, das Paradies?, alles schmerzlich Unerfüllte? Schon gut, wir schweifen ab. Dabei wollen wir mit den letzten Zeilen aus der großen Tragödie des deutschen Dichterfürsten nur eines: Das pfälzische Wörtchen erklären, das in Sätzen vorkommt wie „“ oder „“ Das berühmte „hinan“ nämlich, mit dem Faust II endet, ist der wohl letzte hochdeutsche Bruder von und damit die Brücke zu dessen Herkunft, wie Klaus Juner aus Herschberg argumentiert. oder standen im Mittelhochdeutschen für das heutige „hin“ – genau wie das im Pfälzischen erhaltene (das wir übrigens nur deshalb mit zwei „n“ schreiben, weil es sich, wenn man es ausspricht, um ein sehr kurzes „a“ handelt). Während das Goethesche „hinan“ das Mittelalterliche und das moderne Wort verbindet, hat im Pfälzischen fast unverfälscht die ursprüngliche Form überlebt. Gut überlebt. ist ein Winzwort „mit epochaler Ausdehnung“, meint Reinhard Hartmann aus Kaiserslautern. Es ist ein häufig gebrauchtes pfälzisches „Universal-Adverb“ – und manchmal ist es auch eine adverbiale Ergänzung. Es steht meist bei Verben der Bewegung () und weist aus der Nähe in die Ferne. “ lässt Karlfried Obenauer aus Winnweiler zwei Wanderer im Wald fragen. Antwort: „.“ – , schreibt Heinrich Rudolphi aus Ramstein-Miesenbach und: „ In allen Zitaten weist das Wörtchen eindeutig in Richtung Ziel. (eingeschickt von Ruth Metz aus Hatzenbühl), verbunden mit einem strengen Fingerzeig reicht sogar aus, um eine glasklare (Richtungs-)Anweisung zu erteilen. Das gelingt auch, wenngleich mit deutlich mehr Text, dem Bruder von Johannes Schindler aus Ludwigshafen, wenn dieser ihn im Heimatort Einselthum besucht: “ Apropos viele Worte: Bei „de Karin un de Elke vun de Haßlocher Sparkass’“ ist die Frage mit zwar sehr kurz (), doch sie führt zu einer ziemlich ausufernden und damit durchaus pfalztypischen Antwort: „ Es zeigt sich also, dass in einem Großteil der Fälle ganz einfach mit „hin“ zu übersetzen ist, und oft wird es im Pfälzischen sogar durch also das pfälzische „hin“, ersetzt ). Das ist ein Beleg dafür, dass das dominierende Hochdeutsch starken Einfluss nimmt auf den Dialekt. Was allerdings nicht heißt, dass das pfälzische vom Aussterben bedroht wäre (nachdem es das Goethesche „hinan“ leider längst dahingerafft hat). Zum einen gibt es in einer zweiten Bedeutung im Sinne von „entlang “ – „(oder ) “, schreibt Klaus Kronibus aus Enkenbach-Alsenborn. Zum anderen ist es regelmäßig als Vorsilbe vor Verben in Gebrauch: . Obwohl – oder weil? – es so häufig verwendet wird, ist auch für eine Peinlichkeit verantwortlich, die sich daraus ergibt, dass viele Pfälzer sich im Umgang mit Nicht-Dialekt-Sprechern bemüßigt fühlen, ebenfalls in die Hochsprache zu verfallen, auch wenn sie dieser nur bruchstückhaft mächtig sind. , adressiert an den nichtpfälzischen Paketboten, darf durchaus als entlarvend bezeichnet werden. Ebenso folgende kurze Erzählung, eingeschickt von Else Dietz aus Oberhausen an der Appel und Inge Schornick aus Ludwigshafen: “ (Und Frau Holle hat die ausgeschüttelt, wie wir gerne ergänzen wollen). Aber, wie sagte schon der alte Goethe:  „Wer immer strebend sich bemüht, den können wir erlösen.“ Auch Faust, Teil II (das Ding ist lang)  Vor die Erlösung hat „Saach blooß“ aber die Frage für die nächste Folge gestellt. Wir wollen uns dem wunderschönen Wort widmen. Was heißt es? Wie wird es benutzt? Wo kommt es her? Schreiben Sie uns!

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