Rheinland-Pfalz Dach teilweise eingestürzt

Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig, da das Feuer in der Dachkonstruktion der Rheingoldhalle ausgebrochen war.
Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig, da das Feuer in der Dachkonstruktion der Rheingoldhalle ausgebrochen war.

«Mainz.» Auch einen Tag nach dem Feuer in der Mainzer Rheingoldhalle ist das Ausmaß des Brandschadens noch nicht absehbar. Ermittler untersuchten gestern den Brandort, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Zunächst war nicht klar, ob sie das instabile Dach betreten konnten. Die Polizei setzte daher einen Hubschrauber und eine Drohne ein. Sie überflogen die Unglücksstelle und fertigten hochauflösende Fotos an. Die Polizei ermittelt weiter wegen fahrlässiger Brandstiftung. Dies sei bei einem so großen Brand der reguläre Weg, sagte ein Sprecher. Auch ein technischer Defekt als Ursache sei aber noch nicht auszuschließen. Gebrannt hatte es in einem Raum zwischen Hallendecke und Dachaufbau. Dort hatten sich die Flammen laut Feuerwehr nahezu ungebremst ausgebreitet. Ersten Ermittlungen zufolge könnte sich das Feuer aus einem Schwelbrand bei Sanierungsarbeiten entwickelt haben. Auch zur Schadenshöhe gab es gestern zunächst keine neuen Erkenntnisse. Schätzungen der Polizei vom Donnerstag zufolge soll der Schaden in die Hunderttausende gehen. Das Feuer war am Donnerstagmorgen in der Dachkonstruktion der Halle ausgebrochen. Dort habe sich das Feuer nahezu ungebremst ausgebreitet, sagte ein Sprecher der Feuerwehr am Freitag. Die tragende Decke wurde demnach nicht beschädigt. Zunächst war befürchtet worden, dass auch der Gutenbergsaal samt Veranstaltungstechnik durch den Brand beschädigt wurde. Er ist laut Feuerwehr jedoch unversehrt geblieben. Lediglich in den Verwaltungstrakt und in den vorderen Bereich der Halle sei Löschwasser eingedrungen, sagte ein Feuerwehrsprecher. Ob und wie die laufenden Sanierungsarbeiten fortgesetzt werden können, hängt einer Mitteilung der Mainzer Stadtmarketing-Gesellschaft zufolge vom Fortgang der Brandermittlungen ab. Bereits jetzt sei klar, dass die für Mai und Juni angesetzten Veranstaltungen wie geplant stattfinden können. Bei dem Feuer waren Teile der Dachkonstruktion eingestürzt, so dass die Löscharbeiten sich schwierig gestalteten. Noch am Donnerstagabend rückte ein Abrisskran an, um die Einsatzkräfte beim Öffnen des Daches zu unterstützen. Damit wurde es den Wehrleuten ermöglicht, Glutnester im Bereich darunter zu finden und zu bekämpfen. Die Feuerwehr konnte erst in der Nacht zum Freitag die letzten Glutnester löschen. Die für die Löscharbeiten gesperrte Rheinstraße – eine der bedeutenden Verkehrsadern der Stadt – wurde wieder freigegeben. Am Donnerstag hatte es wegen der Sperrung erhebliche Verkehrseinschränkungen gegeben.

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