Rheinland-Pfalz Betrugsprozess: Seniorin verliert fast eine Million

«Kaiserslautern». Um fast eine Million Euro soll ein 44-jähriger Kaufmann aus Kaiserslautern eine ältere Dame aus Heidelberg 2018 betrogen haben. Wegen schweren Betrugs in mehreren Fällen muss er sich deswegen seit gestern vor dem Schöffengericht Kaiserslautern verantworten.
Der Geschäftsmann soll der Seniorin vorgespielt haben, mit dem Geld in teure Teppiche zu investieren. Es begann mit dem Erwerb von zwei persischen Teppichen im Frühjahr vergangenen Jahres in seiner Heidelberger Filiale. Danach habe sich zwischen dem Familienvater und der pensionierten Sekretärin eine private Freundschaft entwickelt, so der Angeklagte. Auch als er von seinen finanziellen Schwierigkeiten berichtete, habe sie „ganz von sich aus“ helfen wollen: zunächst mit einer Summe von 19.000 Euro in bar, dann mit einem Darlehen von 71.000 Euro und über 290.000 Euro zur angeblichen Begleichung von Steuerschulden. Mehr als 500.000 Euro machte die Dame schließlich für den Kauf von Knüpfwaren aus dem Iran locker. Der Kaufmann, gegen den offenbar bereits ein weiterer rechtsgültiger Schuldentitel in Höhe von mehr als einer Million Euro vorliegt, sitzt derzeit in Untersuchungshaft. Er bestreitet, die Frau betrogen zu haben. Die Verhandlung wird am 25. März fortgesetzt.