Rheinland-Pfalz An Rhein und Saar: Zeitzeugin spricht im Landtag über Holocaust

. Henriette Kretz, Überlebende des Holocaust, wird am bundesweiten Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am Sonntag (27. Januar) im Landtag sprechen. An diesem Tag kommen traditionell die Landtagsabgeordneten, Regierungsmitglieder und Ehrengäste zu einer Plenarsitzung zusammen, um der NS-Opfer zu gedenken. Die Sitzung wird ab 11 Uhr per Live-Stream über die Homepage des Landtags (www.landtag.rlp.de) sowie über den You-Tube-Kanal des Landtags übertragen. Die Holocaust-Überlebende Henriette Kretz wird als Zeitzeugin berichten. Ein Landtagssprecher machte diese Angaben zu ihrer Biografie: Ketz wurde 1934 in der damals polnischen (heute zur Ukraine gehörenden) Stadt Stanislawów geboren. Nach dem deutschen Überfall auf Polen im Herbst 1939 floh die jüdische Familie vor den heranrückenden Deutschen. Henriette Kretz kam mit ihren Eltern zunächst nach Lemberg und bald darauf ins benachbarte Sambor. 1941 holten der Krieg und die Deutschen die Familie auch dort ein. Die Familie wurde aus ihrer Wohnung vertrieben und musste in einen jüdischen Stadtbezirk umsiedeln, in welchem kurze Zeit darauf ein Ghetto eingerichtet wurde. Immer wieder war die Familie verschiedenen Gefahren ausgesetzt und musste sich verstecken. Die Eltern von Henriette Kretz wurden vor ihren Augen erschossen. Sie selbst fand ein Versteck in einem Nonnenkloster und überlebte den NS-Terror. Ihre Lebenserinnerungen sind auch in Buchform erschienen unter dem Titel „Willst du meine Mutter sein? Eine Kindheit im Schatten der Schoah“. Eine Frau ist gestern im saarländischen Ottweiler (Landkreis Neunkirchen) getötet worden. Ein 53-jähriger Mann habe bei der Polizei angerufen und erklärt, dass er seine Mutter erstochen habe, teilte die Polizei gestern mit. Als die Beamten im Wohnhaus eintrafen, ließ sich der Sohn widerstandslos festnehmen. Im Haus fanden die Ermittler die Leiche der 74-Jährigen. Ein Notarzt konnte nur noch den Tod der Frau feststellen. Eine Obduktion soll nun die genaue Todesursache klären. Nach Polizeiangaben ist der 53-Jährige psychisch krank. Der Ermittlungsrichter habe angeordnet, den Mann in einer Klinik unterzubringen. Zu seinem Motiv habe der Festgenommene keinerlei Angaben gemacht, so die Polizei. Auf der Autobahn 63 ist gestern ein Lastwagen umgekippt und hat dabei seine Ladung verloren. Wie die Polizei mitteilte, musste die Strecke zwischen Wörrstadt und Biebelnheim in Fahrtrichtung Kaiserslautern für mehrere Stunden gesperrt werden. Der 32 Jahre alte Fahrer des Lkw hatte die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren. Der Lastwagen kam von der Fahrbahn ab, fuhr durch die Böschung und kippte um. Dabei rutschte der Großteil der Ladung auf die Straße. Der Fahrer und ein Ersthelfer wurden bei dem Unfall verletzt. Nachdem der verlorene Sand teilweise beseitigt worden war, konnte zumindest ein Fahrstreifen wieder freigegeben werden. Die Reinigungsarbeiten dauerten laut Polizei bis in den Nachmittag. . Ein neuer Leitfaden will Anstöße zur Inklusion von demenzkranken Menschen in die protestantischen Kirchengemeinden der Pfalz sowie in Hessen und Nassau geben. Ziel der Broschüre sei es, Haupt- und Ehrenamtliche in den Gemeinden für den Umgang mit Demenzkranken und ihren Angehörigen zu sensibilisieren und ihnen Hilfsmöglichkeiten aufzuzeigen, sagte der Diakon Horst Roos vom protestantischen Diakonissenverein Frankenthal bei der Vorstellung in Landau. Der Lese- und Leitfaden solle demenzkranke Menschen so lange wie möglich am Leben der Kirchengemeinde teilhaben lassen. Acht Autorinnen machten aus ihrer praktischen Arbeit heraus auf die Situation von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen aufmerksam und zeigten Unterstützungsmöglichkeiten auf. Der Leitfaden kostet 7,50 Euro und ist erhältlich über das Institut für kirchliche Fortbildung in Landau (www.institut-kirchliche-fortbildung.de).