Rheinland-Pfalz An rhein und Saar: Westpfälzer in Haft: Betrug mit Kontodaten

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Ein 19-jähriger Mann aus Landstuhl soll durch Computerstraftaten und Kreditkartenmissbrauch einen Schaden von rund 50.000 Euro angerichtet haben. Wie die Landeszentralstelle Cybercrime der Generalstaatsanwaltschaft Koblenz gestern mitteilte, wurde der Westpfälzer vergangene Woche festgenommen und sitzt in Untersuchungshaft. Er soll sich über das Internet mindestens zwölf gefälschte Ausweispapiere verschiedener europäischer Staaten beschafft haben. Damit eröffnete der 19-Jährige bei verschiedenen Online-Banken über 20 Konten, die er im Netz entweder zur illegalen Verwendung an Dritte weiterverkaufte oder selbst nutzte, um darüber Gelder aus anderen Straftaten fließen zu lassen. So bot er laut Staatsanwaltschaft etwa nicht vorhandene Waren an, deren Käufer ihm den Kaufpreis überwiesen, die Ware indes nie erhielten. In einem Fall sei es ihm gelungen, eine bestehende Internetseite so zu manipulieren, dass Kundengelder auf von ihm eingerichtete Konten geleitet wurden. Mit illegal erlangten Kreditkartendaten orderte er zudem bei Online-Handelsplattformen Artikel. Bei einer Durchsuchung konnten neben Gold, Schmuck und elektronischen Geräte, die der Landstuhler bestellt hatte, auch ein Speicherstick mit etwa 140 Bankdatensätzen unbeteiligter Dritter sichergestellt werden. Der Bauernverband hat den Einzelhandel scharf angegriffen. Obwohl im Sommer genügend regionale Produkte vorhanden gewesen seien, habe der Handel hauptsächlich Ware aus Spanien angeboten, sagte Eberhard Hartelt, Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd, anlässlich des Erntedankfests am Sonntag. Das sei „oftmals zu Dumpingpreisen“ geschehen. „Durch die Billigimporte geriet der Markt unter Druck, und regionale Erzeugnisse fanden keine Abnehmer.“ Die Preise seien eingebrochen und hätten die Kosten nicht mehr gedeckt. „Regionalität blieb ein Lippenbekenntnis.“

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