Rheinland-Pfalz An Rhein und Saar: Tigermücke am Oberrhein im Anflug

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(tom). Die als Krankheitsüberträger gefürchtete Tigermücke (aedes albopictus) ist fest in Deutschland angekommen. Das sagte der wissenschaftliche Leiter der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (Kabs), der Biologe Norbert Becker, am Montag bei einem Vortrag im Kreisausschuss des Landkreises Germersheim. Gerade am Wochenende habe sein Team bei Freiburg eine stabile Population des Tigermoskitos nachgewiesen und entsprechend Behörden wie das Bundesgesundheitsamt informiert. Die Mücke stammt ursprünglich aus Tropen und Subtropen in Asien, sie hat sich im Zuge der Globalisierung und der Klimaerwärmung aber seit den 1990er-Jahren weit verbreitet. Über Italien kam sie mutmaßlich im Zusammenhang mit Lkw-Frachten nach Deutschland. Am Oberrhein wurden laut Becker vor allem an Rastplätzen der A 5 schon länger einzelne Exemplare beobachtet, jetzt bei Freiburg die erste stabile Population. Becker: „Die kommen auch zu uns. Das ist für uns eine Herausforderung.“ In den Tropen gilt der Tigermoskito als Überträger von Denguefieber. Die Kabs mit Sitz in Speyer kontrolliert entlang einer Strecke von etwa 300 Rhein-Kilometern zwischen Bingen im Norden und Sasbach/Kaiserstuhl im Süden das Aufkommen von Stechmücken mit biologischen Methoden. (swz). Die Polizei hat gestern im Kreis Saarlouis einen 55-Jährigen verhaftet, der heute vor einer Woche im saarländischen Dillingen eine 63-Jährige ermordet haben soll. Nach Hinweisen aus der Bevölkerung stellten ihn Beamte in seinem Mazda. Der mutmaßliche Täter ist ein Bekannter der Frau. Er soll sie erstochen haben – vermutlich, weil er bei ihr Schulden hatte (wir berichteten). (lrs). Bei einem Autounfall in Mainz sind gestern am frühen Morgen eine 34 Jahre alte Fahrerin und ihr Beifahrer verletzt worden. Nach ersten Erkenntnissen war die Frau offenbar über einen nicht richtig verschlossenen Gullydeckel gefahren, wie die Feuerwehr in Mainz berichtete. Dadurch habe sie die Kontrolle über ihr Auto verloren, das sich überschlug. Die Frau habe schwere Verletzungen erlitten und wurde in die Mainzer Universitätsklinik gebracht, teilte die Polizei. Ihr Beifahrer wurde leicht verletzt. (lrs). Weil die einzige Toilette im Zug defekt war, muss die Bahn einer Frau ein Schmerzensgeld von 200 Euro zahlen. Der Deutschen Bahn Regio AG werde ein „Organisationsverschulden“ zur Last gelegt, das zu einem „körperlichen Unwohlsein“ der Frau geführt habe, teilte das Amtsgericht Trier gestern mit. Die Frau hatte im Oktober 2014 auf der fast zweistündigen Fahrt von Koblenz nach Trier nicht auf Toilette gehen können, obwohl sie dringend musste. Auf der Strecke hatte es keine längeren Stopps gegeben. Zudem sei sie nicht vor dem Betreten der Regionalbahn auf die defekte Toilette hingewiesen worden, hieß es. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Frau hatte zunächst 400 Euro gefordert.

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