Rheinland-Pfalz AN RHEIN UND SAAR: Milliardenschäden durch Niedrigwasser

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Das monatelange Niedrigwasser des Rheins und anderer Flüsse hat nach Einschätzung des rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministers Volker Wissing (FDP) bundesweit Schäden von mehreren Milliarden Euro verursacht. Die extremlange Niedrigwasserperiode habe „die vorhandenen Engpässe im deutschen Wasserstraßennetz schonungslos aufgedeckt“, sagte Wissing gestern im Wirtschaftsausschuss des Landtags in Mainz. Die Verlagerung von Transporten auf den Lkw-Verkehr und die Bahn sei an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen. Die Situation habe die Planung und Realisierung von Transporten extrem erschwert und damit die Versorgungssicherheit der Industrie und der Bevölkerung gefährdet, erklärte der Minister. Umso dringlicher sei jetzt die geplante Rheinvertiefung zwischen Mainz und St. Goar geworden. Die Fahrrinne soll dort von 1,90 auf 2,10 Meter vertieft werden. „Wäre die Maßnahme schon umgesetzt, hätten Binnenschiffe bei jeder Fahrt rund 200 Tonnen mehr Ladung transportieren können“, sagte Wissing. Anzeigen können bei der Polizei in Rheinland-Pfalz und im Saarland ab sofort übers Internet erstattet werden. Möglich macht das die Onlinewache der Polizei, die gestern für beide Länder freigeschaltet wurde. Der „direkte Draht“ der Bürger zur Polizei per Smartphone, Tablet oder Computer sei „schnell, zeit- und ortsunabhängig und bürgernah“, sagten der rheinland-pfälzische Innenstaatssekretär Günter Kern (SPD) und der saarländische Innenminister Klaus Bouillon (CDU) in Trier. Anfangs sollen Diebstähle, Sachbeschädigungen und Betrugsdelikte bei Käufen oder Verkäufen gemeldet werden können. Eingetragen werden könnten aber auch verdächtige Beobachtungen. Zudem gebe es eine Rubrik für Lob oder Beschwerden an die Polizei. In Rheinland-Pfalz ist die Onlinewache beim Landeskriminalamtes angedockt: www.polizei.rlp.de/de/onlinewache.

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