Rheinland-Pfalz An Rhein und Saar: Hohe Geldstrafe für Mannheimer Blogger

Das Amtsgericht Mannheim hat den Betreiber des Rhein-Neckar-Blogs gestern zu einer Geldstrafe von 12.000 Euro verurteilt. Der Journalist hatte am frühen Morgen des 25. März 2018 in seinem Internetdienst einen frei erfundenen Text veröffentlicht und mit Facebook verlinkt. Darin wurde behauptet, dass es in Mannheim zum bisher größten Terroranschlag Westeuropas gekommen sei. Verurteilt wurde der 52-Jährige nun wegen Störung des öffentlichen Friedens. Der Mannheimer kündigte an, Berufung gegen das Urteil einzulegen. Der 52-Jährige habe nicht nur vorgetäuscht, dass weitere schwere Straftaten bevorstehen, sondern mit den Lesern auch ein „Verhaltensexperiment“ gemacht und diese dabei ungefragt als „Versuchskarnickel“ benutzt“, so Staatsanwältin Melanie Reichert. Polizei und Ordnungsamt zeigen seit gestern mehr Präsenz auf dem Berliner Platz in der Ludwigshafener Stadtmitte. Die Ordnungshüter werden dabei wechselweise an allen Werktagen eine Stunde in der Mittagszeit mit jeweils zwei Beamten auf dem Areal unterwegs sein und als Ansprechpartner in den Räumen der Tourist-Info anwesend sein. Hintergrund: Der Berliner Platz als Knotenpunkt für den Nahverkehr wird täglich von 44.000 Menschen frequentiert. Er hat ein schlechtes Image und es gibt in der Bevölkerung Ängste, dort Opfer einer Straftat zu werden. Mit der Aktion soll das Sicherheitsempfinden der Bürger verbessert werden – auch wenn die Kriminalitätsstatistik dort keine außerordentliche Gefährdungslage ausweist.