Rheinland-Pfalz An rhein und Saar: 43-Jähriger verblutet nach Stich ins Bein

Der Leichnam des am Sonntag im Ludwigshafener Hemshof getöteten 43-Jährigen ist am Montag von Gerichtsmedizinern obduziert worden. Todesursächlich war demnach der Blutverlust nach einem Durchstich am rechten Oberschenkel, bei dem die Blutgefäße durchtrennt wurden. An dem Körper fand sich nur diese eine Stichverletzung. Das hat die Staatsanwaltschaft Frankenthal gestern mitgeteilt. Die Ergebnisse der Blutalkoholbestimmung und der toxikologischen Untersuchung stehen noch aus, hieß es weiter. Geprüft wird dabei, ob der Mann Alkohol oder Drogen konsumiert hatte. Nach einer ersten Aussage der tatverdächtigen 48-jährigen Lebensgefährtin hat es vor dem Stich einen Streit gegeben. Zum eigentlichen Tathergang hat sich die Frau noch nicht geäußert. Sie war bei ihrer Festnahme voller Blut des Opfers und hatte stark getrunken. Auch die Frau hatte Blessuren. Die 48-Jährige sitzt, wie gestern berichtet, derzeit in Untersuchungshaft. Gegen sie ist ein Haftbefehl wegen Totschlags erlassen worden. Ob sich dieser Vorwurf gegen die 48-Jährige aufrechterhalten wird, müssten die weiteren Ermittlungen zeigen, sagte Leitender Oberstaatsanwalt Hubert Ströber. Der Stich sei mit einem Küchenmesser mit großer Wucht geführt worden. . Flinke Aufklärung aus der Luft: Rheinland-Pfalz investiert in weitere Polizeidrohnen. 24 fliegen bereits, vier zusätzliche hochwertige Modelle sollen bis 2020 hinzukommen. Rund 160.000 Euro hat das Land laut Innenministerium schon für Polizeidrohnen ausgegeben. Die neuen vier unbemannten Fluggeräte mit Kameras schlagen mitsamt zusätzlicher Technik nochmals mit zusammen etwa 200.000 Euro zu Buche. Innenminister Roger Lewentz (SPD) zog eine positive Bilanz eines ersten abgeschlossenen Drohnentests – unter anderem beim Polizeipräsidium Trier. Damit könnten Schauplätze von Verbrechen dreidimensional dargestellt und virtuell betreten werden. Bei Großveranstaltungen wie dem Rheinland-Pfalz-Tag ließen sich mit Drohnen gefährliche Entwicklungen früher erkennen. Die Spezialeinheiten der Polizei würden mit den Fluggeräten bei riskanten Einsätzen in die Lage versetzt, „über eine Mauer und um die Ecke schauen zu können“.