Rheinland-Pfalz Am Rande: Schüler: Senioren am Steuer ein Risiko

Am Rednerpult: Noah Koresch.
Am Rednerpult: Noah Koresch.

Die „freiwillige Abgabe des Führerscheins älterer Mitbürger“ hat die Klasse 10a-d der Integrierten Gesamtschule Daniel Theyson in Waldfischbach-Burgalben (Kreis Südwestpfalz) gefordert. Die Jugendlichen gehörten diese Woche zu rund 100 Schülern, die beim Schüler-Landtag in Mainz die große Politik probten. 1985 hatte der rheinland-pfälzische Landtag als erstes deutsche Parlament einen Schüler-Landtag eingeführt, der einmal im Jahr tagt. Insgesamt beteiligten sich diesmal an dem parlamentarischen Rollenspiel vier Schulen. Mit dabei war auch die Klasse 10a der Integrierten Gesamtschule Grünstadt, die als Fraktion „De Pälzer fer mehr Mobilität“ auftrat. Zu der Forderung nach einer freiwilligen Abgabe des Führerscheins bei Senioren sagte Noah Koresch, der Fraktionschef der Gruppe aus Waldfischbach-Burgalben: Dies sei notwendig, da die Anzahl an Verkehrsunfällen mit zunehmendem Alter steigen würde. Deshalb müsse es Alternativen für ältere Mitbürger im Bereich Mobilität geben. „Mobilität ist Lebensqualität, besonders im Alter. Eines Tages werden wir das alles zu schätzen wissen“, sagte Koresch in der Vorstellung des Antrags. Der Antrag wurde schließlich vom Schüler-Landtag angenommen: Er sieht unter anderem kostenlose ÖPNV-Tickets für ältere Mitbürger vor, die ihren Führerschein freiwillig abgeben sowie eine Überprüfung der Verkehrstüchtigkeit im Alter von 70 Jahren. Was die Senioren dazu meinten? Sie sind naturgemäß im Schüler-Landtag nicht vertreten ...

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