Rheinland-Pfalz Als die Hahn-Manager klein beigeben mussten

MAINZ. Der Kampf gegen die Verschwendung von Steuergeldern sei sein Steckenpferd, sagt René Quante. Wenn es so ist, dann hat der 34-Jährige sein Steckenpferd zum Beruf gemacht. Seit gut 15 Monaten ist Quante Geschäftsführer des Steuerzahlerbunds in Rheinland-Pfalz. Es ist ihm wiederholt gelungen, mit überraschenden Tönen auf den Verein aufmerksam zu machen.
Schmerzliche Erfahrungen mit Quantes forschem Kurs musste im Herbst die überwiegend landeseigene Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH machen. Der defizitäre Flughafenbetreiber hatte dem Frachtflieger ACG offene Rechnungen in einen Kredit umgewandelt. Schon wenige Monate später musste das Hahn-Management das Darlehen abschreiben, nachdem ACG Insolvenz angemeldet hatte. Quante vermutete flapsigen Umgang mit Steuergeldern, klemmte sich hinter die Sache und verlangte detaillierte Auskünfte von den Verantwortlichen am Hahn. Als diese sich weigerten, zog der Steuerzahlerbund vor Gericht. Die Hahn-Manager gaben klein bei, bevor sie das Risiko eingingen, vom Gericht zu den gewünschten Auskünften verdonnert zu werden. Quante ist zuversichtlich, dass der öffentlich ausgetragene Konflikt mit dem Hahn-Management und damit indirekt mit dem Mehrheitseigner Land seine Wirkung nicht verfehlt: