Rheinland-Pfalz Abgemagerte Ponys ohne Futter und Wasser

Dieses Foto des Iggelbacher Anwesens, bei dem am Mittwoch dieser Woche 62 Tiere beschlagnahmt wurden, entstand bereits im Jahre
Dieses Foto des Iggelbacher Anwesens, bei dem am Mittwoch dieser Woche 62 Tiere beschlagnahmt wurden, entstand bereits im Jahre 2017.

«IGGELBACH.»62 Tiere – vom Huhn bis zum Pferd – hat die Kreisverwaltung Bad Dürkheim am Mittwoch auf einem Anwesen in Iggelbach (Verbandsgemeinde Lambrecht) beschlagnahmt. Während des Einsatzes hat die Tierhalterin laut Polizei die Amtstierärztin und einen Polizisten angegriffen und einen weiteren Beamten beleidigt.

Beanstandungen wegen der Tierhaltung durch ein Ehepaar in Iggelbach gibt es schon seit vielen Jahren. Missstände, die bei einer Kontrolle am 1. April festgestellt wurden, haben nach Angaben von Sina Müller, Sprecherin der Kreisverwaltung, den Ausschlag dafür gegeben, dass beim Amtsgericht Bad Dürkheim ein Beschluss für die Durchsuchung des Geländes und die Sicherstellung der Tiere beantragt wurde. Bei der Kontrolle hätten drei Pferde und drei Ponys kein Futter und kein Wasser gehabt und die Ponys seien stark abgemagert gewesen. Bei früheren Kontrollen sei immer wieder bemängelt worden, dass die Tiere zu wenig Futter und Wasser haben, dass es an Einstreu in den Unterständen fehlt, Pferde und Ponys im Kot stehen oder Gegenstände in den Unterständen sind, an denen die Tier sich verletzen können. „Wir nehmen keine Tiere leichtfertig weg“, begründet Müller, warum die Kreisverwaltung nicht früher eine Beschlagnahmung veranlasst hat. Man berate die Tierhalter und versuche so eine Verbesserung zu erreichen. Das Ehepaar habe immer wieder einige der Missstände beseitigt, dann habe es jedoch neue Beanstandungen gegeben. Die 39 Enten, Gänse und Hühner, 15 Schafe, drei Pferde, drei Ponys und zwei Mini-Schweine, die sichergestellt wurden, sind nach Angaben von Müller bei Nutztierhaltern untergebracht. Das Ehepaar habe sechs Wochen Zeit, ein Konzept für eine ordnungsgemäße Tierhaltung vorzulegen. Wenn dies nicht geschieht, werden die Tiere verkauft. Der Erlös werde von den Kosten für die Unterbringung abgezogen, den Rest dieser Kosten müssen die Tierhalter zahlen. Die Beschlagnahmung von so vielen Tieren habe es im Bereich der Kreisverwaltung Bad Dürkheim noch nie gegeben. Das Ehepaar besitzt noch zwei Hunde und zwei Katzen.

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