Rheinland-Pfalz RHEINPFALZ Plus Artikel Kommentar zum Flughafen Hahn: Die Stunde der Wahrheit

Hofft, dass es weitergeht: Der stellvertretende Betriebsratschef am Hahn, Karl-Heinz Heinrich (links) neben dem vorläufigen Inso
Hofft, dass es weitergeht: Der stellvertretende Betriebsratschef am Hahn, Karl-Heinz Heinrich (links) neben dem vorläufigen Insolvenzverwalter Jan Markus Plathner.

Im Insolvenzverfahren wird am Flughafen Hahn knallhart gerechnet: Welches Geschäft rentiert sich und welches nicht?

Jan Markus Plathner kommt nicht als Heilsbringer an den Flughafen Hahn. Das haben schon zu viele vor ihm versprochen und den ehemaligen Militärflughafen in die Situation gebracht, die nun einen wie Plathner auf den Plan ruft: einen Insolvenzverwalter, bislang noch vorläufig. Seine Aufgabe ist nicht die Rettung des Flughafens, seine Aufgabe ist es, die Gläubiger zu befriedigen.

Frühere Eigentümer haben den Hahn nicht rentabel betrieben

Das sagt Plathner ganz nüchtern. Wenn er jemanden findet, der dieses Kriterium erfüllt und gleichzeitig den Verkehrsflughafen Hahn rentabel betreiben kann, dann geht es im Prinzip so weiter wie bisher. Wenn nicht, dann nicht. Dass die Investoren in der Vergangenheit nicht Schlange standen, ist bekannt. Der rentable Betrieb des Hunsrückflughafens ist der chinesischen HNA nicht geglückt, der früheren Mehrheitseigentümerin Fraport AG, der Betreiberin des Frankfurter Flughafens, ebenfalls nicht.

Keine haltlosen Versprechen

Als diese die betriebswirtschaftliche Situation verbessern wollte, lief die Billigfluglinie Ryanair Sturm, deshalb bot sich 2009 die rheinland-pfälzische Landesregierung als Heilsbringerin an und übernahm die Mehrheit am Flughafen Hahn. Das Land pumpte Millionen rein, schickte Sanierer und Berater, aber die Verluste blieben. Letztlich wollte das Land nur noch raus, egal wie. Dann kam die HNA, jetzt übernimmt Plathner. Er macht keine haltlosen Versprechen, er raubt aber auch niemandem die Hoffnung. Noch lässt er den Flugbetrieb laufen.

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