Literatur / Kabarett Mit Witz und Wissen: Wladimir Kaminer kommt nach Kaiserslautern
Mit seinen Büchern, in denen er die kleinen, aber feinen Unterschiede in Mentalität und Lebensweise zwischen Russen und Deutschen auf liebenswerte, aber vor allem treffende und höchst persönliche Weise in witzigen Alltagsgeschichten zusammenprallen lässt, trifft Wladimir Kaminer offenbar genau den Nerv seiner großen Leserschaft.
Mit „Russendisko“ zum Erfolgsautor
Seit dem erfolgreichen Erzählband „Russendisko“ (2000) schrieb der in Moskau geborene Wahl-Berliner einen Bestseller nach dem anderen. Mehrere Millionen Bücher hat er seit dem Jahr 2000 verkauft. Er gehöre nicht nur zu den erfolgreichsten deutschen Autoren, sondern „garantiert auch zu den fleißigsten“, befindet die Rezension. Und beim Bücherschreiben hat er es noch nicht einmal belassen: Er macht Filme, Hörgeschichten, organisiert Veranstaltungen und betreibt einen Blog. Er schreibt Pressekolumnen, in denen er die Entwicklung des Russland-Ukraine-Kriegs und die Persönlichkeit Putins kritisch und mit Sachverstand beurteilt, die Lage geradezu seziert, dabei den ein oder anderen Stab für die russische Bevölkerung bricht.
Und er ist auf der Kleinkunst-Bühne Dauergast, jetzt im Januar mit dem Programm zum Buch „Frühstück am Rande der Apokalypse“. Dabei sinniert er live über die Frage, was Familienalltag und Weltuntergang, globale Krisen und Mutters Kreuzworträtsel, Putin und Pilzsaison gemeinsam haben. Wer ihn jetzt verpasst: Kaminer kommt bald wieder in die Region, zum Beispiel am 26. Oktober nach Limburgerhof.
Wladimir Kaminer – „Frühstück am Rande der Apokalypse“: Sa 6.1., 19 Uhr, Karlsruhe, Tollhaus; So 7.1., 19 Uhr, Frankfurt, Batschkapp; Mo 8.1., 19 Uhr, Stuttgart, Theaterhaus T1; Do 11.1., 20 Uhr, Kaiserslautern, Kammgarn; Fr 12.1., 20 Uhr, Bensheim, Rex; Karten: reservix.de
