Veganuary Kochbuch-Tipp: Boys Don’t Cook. Doch! Vegan.
Beide sind Quereinsteiger in die Kulinarik, beide Verfechter der pflanzlichen Küche: Jetzt haben sich Alexander Flohr („Hier kocht Alex“) und Buchautor und Umweltaktivist Kai Lüftner für das Kochbuch „Boys Don’t Cook. Doch! Vegan.“ zusammengetan, um zu zeigen, dass vegane Küche rockt. Die Ex-Punks haben nicht nur alltagstaugliche, familiengetestete Rezepte entwickelt und zusammengetragen, sondern ihnen Songs gewidmet – was dem Kochbuch Lesewert und Originalität verleiht. Mit dem Kochbuch wollen sie zeigen, „dass veganes Kochen nichts mit Verzicht zu tun hat, sondern mit Spaß und verdammt guten Gerichten.“ Fürs Gelingen ist ein Kapitel mit „Tricks und Tools“ vorgeschaltet. Dann gibt’s Streetfood-Ideen als „Pogo to go“, darunter Langos (zu „Psycho Killer“ von den Talking Heads) oder Champignons mit Knobibaguette (zu „No Feelings“ von den Sex Pistols). Im gleichen Stil folgen Suppen, Familienhits, Nudeln, Snacks und Süßes. Kostprobe gefällig?
Cannelloni mit Gemüsefüllung – ein Rezept wie »Born to Lose« von Johnny Thunders & The Heartbreakers
Zutaten für vier Personen:
Gemüsefüllung: 2 Knoblauchzehen, 300 g Brokkoli, 1 Zucchini, 2 große Karotten, 2 EL natives Olivenöl extra, 1 TL getrockneter Thymian;
Kräutersauce: 1 Bund glatte Petersilie, 1 Bund Schnittlauch, 2 Zweige Thymian, 60 g vegane Margarine, 60 g Weizenmehl Type 405, 750 ml Sojadrink Natur;
außerdem: 300 g vegane Cannelloni, 75 g gemahlene Mandeln, 2 EL Hefeflocken (nach Belieben), 1 TL natives Olivenöl extra, geriebene Muskatnuss, Salz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Zubereitung:
Für die Gemüsefüllung den Knoblauch fein hacken. Brokkoli in sehr kleine Röschen teilen, Stiele und Zucchini fein würfeln. Karotten grob raspeln. Knoblauch im heißen Olivenöl bei mittlerer Hitze kurz anschwitzen. Brokkoli, Zucchini und Karotten etwa 8 Minuten anbraten. Thymian und ½ TL Muskatnuss einrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken und zum Abkühlen in eine Schüssel geben. Kräuter hacken.
Die Margarine bei mittlerer Hitze zerlassen, das Mehl mit dem Schneebesen unterrühren und so lange rühren, bis die Masse leicht köchelt. Nach und nach den Sojadrink unter ständigem Rühren hinzufügen und klümpchenfrei einarbeiten. Die Sauce aufkochen, dann bei niedriger Hitze etwa 5 Minuten unter häufigem Rühren köcheln lassen, bis sie eingedickt ist. Petersilie, Schnittlauch und Thymian hinzugeben und mit einer Prise Muskatnuss, Salz und Pfeffer abschmecken. Gemüsemasse in Cannelloni füllen. Eine dünne Schicht Sauce in eine große Auflaufform geben und die gefüllten Cannelloni dicht an dicht hineinlegen. Die restliche Sauce gleichmäßig über den Cannelloni verteilen. Gemahlene Mandeln mit Hefeflocken (nach Belieben) und Olivenöl vermengen und gleichmäßig über die Sauce streuen, in den auf 180 Grad vorgeheizten Ofen (mittlere Schiene) geben und 35–40 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun ist.
Grießpudding mit heißen Kirschen und Rostmandeln – ein Rezept wie „My Way“ von Sid Vicious
Zutaten für vier Personen:
Grießbrei: 800 ml Mandeldrink Natur, 1 EL Ahornsirup, 1 Prise Salz, 1 Vanilleschote, 100 g Weichweizengrieß;
außerdem: 4 EL Mandelblättchen, 1 Bio-Orange, 300 g Süß- oder Sauerkirschen (entsteint), 2 EL Zucker, 1 ½ EL Speisestärke, ½ TL Zimt
Zubereitung:
Für den Grießbrei Mandeldrink, Ahornsirup und Salz in einem
Topf zum Kochen bringen. Vanillemark dazu geben. Sobald die Mischung aufkocht, auf mittlere Hitze reduzieren, den Grieß unter ständigem Rühren langsam einrieseln lassen und etwa 5 Minuten unter ständigem Rühren köcheln lassen. Vier Schalen mit kaltem Wasser ausspülen, Grießbrei einfüllen und mindestens 60 Minuten abkühlen lassen.
Mandelblättchen ohne Fettzugabe kurz anrösten. Orangenschale fein abreiben. Die Frucht halbieren und auspressen. Die Kirschen mit Zucker und 100 ml Wasser aufkochen. Speisestärke mit 1 EL kaltem Wasser glatt rühren und mit dem Orangensaft unter die kochenden Kirschen rühren. Andicken assen. Grießbrei auf Teller stürzen, Kirschen darübergeben und mit gerösteten Mandelblättchen, Orangenschale und Zimt bestreuen.
Quelle und Bibliographie: „Boys Don’t Cook. Doch! Vegan.“, Becker Joest Volk Verlag, 2025, 176 S., 30 Euro