LEO-GARTENTipp Hochbeet und Sitzmöbel aus Paletten bauen

Erwischt: Selbst Familienhund Lucie liebt das neue Plätzchen auf der sonnigen Terrasse.
Erwischt: Selbst Familienhund Lucie liebt das neue Plätzchen auf der sonnigen Terrasse.

Wer kennt sie nicht, die unschönen Stapel an gekauften und nach kurzer Zeit abgeernteten Kräutertöpfchen mit verkümmerten Basilikum-, Thymian- oder Petersilienresten, die proportional zu den Rezeptideen der „grünen“ Küche steigen. Mehr Zeit zuhause durch die Kontaktbeschränkungen, geringe Einkaufslust wegen lauernder Viruströpfchen im Supermarkt und der Wunsch, gemeinsam ein Projekt anzugehen, führte uns schließlich zu der Idee, aus alten Holzpaletten ein Hochbeet für gesundes Grün zu bauen. Das herrliche Frühjahrswetter erleichterte den Start und die Bereitwilligkeit der Jugend erheblich, mit ans Werk zu gehen.

Zunächst galt es in einem ersten Schritt, das benötigte Material zusammenzutragen. Der Plan war, im zweiten Schritt zwei der vier vorhandenen Paletten um jeweils ein „Stockwerk“ zu kürzen, und so zuzusägen, dass man aus diesen zwei zusammengesetzten Paletten ein mittelgroßes Beet fertigen kann. Ein Beet aus vier Paletten wäre uns zu groß und auch zu schwer für den ausgewählten Standort auf der Terrasse geworden und hätte unnötig viel Pflanzerde verschlungen.

Jetzt wurde nach kurzer Anleitung des Chefhandwerkers zum richtigen Umgang mit dem Akkuschrauber kräftig vorgebohrt, gehämmert und schließlich unter geschulten Blicken die vorbereiteten Holzelemente zusammengeschraubt. Mit den steigenden Temperaturen sank schließlich ein wenig die Lust der familiären Einsatztruppe. Doch kühle Getränke und die Aussicht auf ein blühendes Beet mit leckerem Pflücksalat, Kräutern und erstem selbst gepflanztem Gemüse motivierten schließlich dazu, weiterzumachen.

Eine Teichfolie im Inneren des Hochbeetes dient als Pflanzgefäß. Dank Teppichmesser zum Zuschneiden und Tacker zum Fixieren gingen der dritte und vierte Schritt recht flott vonstatten. Kleine Löcher im Abstand von zehn Zentimetern, etwa zwei Zentimeter vom Boden entfernt, verhindern entstehende Staunässe und eine Verpilzung des Pflanzgutes. Zur Belüftung kommt in den unteren Teil des Beetes eine Lage Äste, dann eine Lage Erde, eine weitere Lage Kompost und schließlich wieder Erde. Insgesamt haben wir drei 20-Liter-Säcke Erde benötigt. Danach folgte der schönste Teil, das Setzen der Jungpflanzen und Samen.

Unter dem Stichwort „Hochbeete“ findet man im Internet viele leicht verständliche Bauanleitungen für alle Arten von Hochbeeten und auch schöne Pflanzideen. Einmal am Werkeln, inspirierten uns die restlichen Palettenteile, auch noch eine Sitzgelegenheit mit Rückenlehne zu bauen. Um keine Spreißel zu bekommen, haben wir die Sitzflächen alle abgeschliffen und den Sitz noch mit Rollen versehen.

Mit gemütlichen Polstern, bunten Blumen und duftenden mediterranen Kräutern hat sich unser Projekt, ein Hochbeet und Sitzmöbel aus Paletten, inzwischen übrigens zum familiären Lieblingsplätzchen auf der Terrasse entwickelt. Die Mühe hat sich wirklich gelohnt, das Grün beginnt zu wachsen und zu gedeihen – und die unschönen Stapel an gekauften Plastiktöpfchen sind verschwunden ...

1. Schritt: das benötigte Arbeitsmaterial vorbereiten.
1. Schritt: das benötigte Arbeitsmaterial vorbereiten.
2. Schritt: die Holzelemente zusägen und verschrauben.
2. Schritt: die Holzelemente zusägen und verschrauben.
3. Schritt: das Beet innen mit Teichfolie auskleiden.
3. Schritt: das Beet innen mit Teichfolie auskleiden.
4. Schritt: die Teichfolie zuschneiden und fixieren.
4. Schritt: die Teichfolie zuschneiden und fixieren.
Fertig ist unser Beet: Seitliche Löcher in der Folie am Boden gegen Staunässe verhindern das Verpilzen des Pflanzgutes.
Fertig ist unser Beet: Seitliche Löcher in der Folie am Boden gegen Staunässe verhindern das Verpilzen des Pflanzgutes.
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