Am 22. Oktober Hardrock: Deep Purple in Mannheim

Deep Purple heute (von links): Roger Glover, Don Airey, Ian Paice, Ian Gillan und Simon McBride.
Deep Purple heute (von links): Roger Glover, Don Airey, Ian Paice, Ian Gillan und Simon McBride.

Ein Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde für Deep Purple und der Einzug in die Rock’n’Roll Hall of Fame: Zwischen den beiden Ereignissen liegen mehr als vier Jahrzehnte und eine legendäre Laufbahn im Rock-Geschäft. Und es gibt sie noch! Sogar live.

Seit Bandgründung im Jahr 1968 gingen mehr als 100 Millionen Alben der Stilikone über die Ladentheke, manche Quellen nennen gar 130 Millionen. Und es gibt sie noch immer! Jetzt ist die Band um Sänger Ian Gillan und Gründungsmitglied Ian Paice wieder auf Tour, steuert die SAP-Arena an und gibt den Veranstaltern zufolge aufgrund großer Ticket-Nachfrage in Deutschland sogar einige Konzerte mehr als ursprünglich geplant.

Neue Songs aus eigener Feder

Und die Rock-Senioren präsentieren sich überraschend frisch: Mit „=1“ haben sie ein brandneues Album mit Eigenkompositionen im Gepäck. Die Rezension bescheinigt der Scheibe Authentizität: „Deep Purple, wie Fans sie kennen und lieben: zwei balladeske Titel, der Rest rockt“, schreibt Uli Kniep auf ndr.de. Zuletzt stieg außerdem mit dem Iren Simon McBride ein Mittvierziger bei DP ein – er tritt in die Fußstapfen von Gitarrist Steve Morse, der sich eigenen Angaben zufolge von der Musik verabschiedete, um seine kranke Frau pflegen zu können.

Beim Namen Deep Purple kommt einem trotzdem unweigerlich ein alter Klassiker in den Sinn: „Smoke on the Water“. Der Song mit einem der prägnantesten Gitarrenriffs der Rock-Geschichte soll einer Umfrage zufolge in Amerika der bekannteste nach der Nationalhymne sein, wie Radio Bob vermeldet. Die Story hinter dem Stück ist ebenfalls Geschichte: Der Titel bezieht sich auf den Rauch eines Feuers, das 1971 bei einem Frank-Zappa-Konzert ausbrach und über den Genfersee zog, was die Band damals vor Ort beobachtet hatte.

Lauteste Live-Band der frühen 1970er

In die 1970er-Jahre fällt übrigens auch der Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde: 1975 bescheinigten die Rekordwächter der Band schriftlich, die lauteste der Welt zu sein. Bei einem Auftritt 1972 hatten sie mit ihrer Anlage 117 Dezibel erreicht – für damalige Verhältnisse eine extreme Lautstärke. Trotz aller Chart- und Verkaufserfolge auch in den Jahrzehnten danach mussten Deep Purple aber bis 2016 warten, um den Einzug in die Rock’n’Roll Hall of Fame erleben zu dürfen.

Deep Purple – „One more time“-Tour: Di 22.10., 20 Uhr, Mannheim, SAP-Arena, Karten: eventim.de

Kein Titel (3000 x 2000 px)

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