Pfalz Massenkarambolage auf A6 bei Mannheim: Zwei Tote
Ein tödlicher Unfall hat sich am Freitag gegen 17.15 Uhr auf der A6 bei Mannheim in Höhe der Dauerbaustelle in Richtung Ludwigshafen ereignet. Zwei Menschen wurden getötet, sechs verletzt, darunter vier schwer, wie die Polizei mitteilte. Ein Lkw war auf das Stauende zwischen dem Autobahnkreuz Viernheim und Mannheim-Sandhofen gerast und habe acht weitere Fahrzeuge ineinander geschoben. Meldungen über Festnahmen am Unfallort konnte die Polizei auf Anfrage nicht bestätigen.
Ermittlungen dauern an
Wie die Polizei am Samstagvormittag bestätigte, handelt es sich beim Unfallverursacher um einen 31-jährigen Lkw-Fahrer aus dem Kreis Wiesbaden. Warum er am Freitag auf das Stauende auffuhr, ist weiterhin unklar. Die Polizei ermittelt noch. Der 31-Jährige verletzte sich beim Unfall nicht. Noch am Unfallort ist am Freitag dagegen eine 31-Jährige gestorben, ihre 53-jährige Mutter kurze Zeit später im Krankenhaus. Der 55-jährige Vater ist schwer verletzt. Unter den insgesamt vier Schwerverletzten sind auch eine 36-Jährige und ein 34-Jähriger aus dem Rhein-Pfalz-Kreis. Ein 11-jähriges Kind, das bei ihnen im Auto saß, verletzte sich glücklicherweise nur leicht, bestätigte die Polizei.
Zwölf Rettungswagen
Zahlreiche Rettungskräfte waren im Einsatz, darunter Notärzte, Sanitäter, Kriseninterventionsteams, Feuerwehr und Polizei. Allein zwölf Rettungswagen und fünf Notarztwagen verzeichnete die Polizei. Notfallseelsorger kümmerten sich um Betroffene. Die Verletzten wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Auch der Rettungshubschrauber war im Einsatz. Unfallsachverständige wurden hinzugezogen, um die genaue Ursache des schweren Unfall zu ermitteln.
Räumung dauert bis zum späten Abend
Erst im Anschluss werde die Unfallstelle geräumt. Um 21 Uhr war die Autobahn in Richtung Ludwigshafen noch immer voll gesperrt. Die Polizei geht davon aus, dass die Strecke erst am späten Abend wieder freigegeben wird. Über viele Stunden staute sich der Verkehr in Richtung Pfalz. Der Sachschaden beträgt rund 250.000 Euro.