Rheinland-Pfalz RHEINPFALZ Plus Artikel Landesweit nur fünf Neuerkrankte registriert

Wer Mund-Nasen-Bedeckungen selbst näht, sollte möglichst keine neuen und knallbunten Stoffe verwenden, rät das Landesuntersuchun
Wer Mund-Nasen-Bedeckungen selbst näht, sollte möglichst keine neuen und knallbunten Stoffe verwenden, rät das Landesuntersuchungsamt.

Licht und Schatten in der Corona-Krise: Offenbar infizieren sich immer weniger Menschen in Rheinland-Pfalz mit dem Virus. Allerdings steigt die Anzahl der Todesopfer auf 181. Und eine Behörde gibt Tipps, was bei den selbstgenähten und den gekauften Masken zu beachten ist.

So wenig Neuerkrankte gab es seit Beginn der Pandemie nicht mehr: Den rheinland-pfälzischen Gesundheitsämtern wurden von Sonntagvormittag bis Montag, 10 Uhr, nur noch fünf Personen bekannt, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben. Damit stieg die Anzahl der Erkrankten auf landesweit 6152 Menschen. Davon gelten inzwischen 5134 Personen als genesen.

Was bei einfachen Masken zu beachten ist

Wer mit Bus und Bahn fahren oder einkaufen gehen möchte, muss zur Zeit eine Maske aufziehen, die Nase und Mund bedeckt. Da die für den medizinischen Einsatz produzierten Exemplare relativ rar und teuer sind, greifen viele entweder zu selbstgenähten oder zu gekauften Masken, die über keine genormte Schutzwirkung verfügen. Darin sieht das Landesuntersuchungsamt (LUA) in Koblenz grundsätzlich kein Problem. Denn auch mit solchen einfachen Exemplaren lässt sich die Verbreitung von virenhaltigen Tröpfchen verringern.

Allerdings sollte laut LUA, wer Mund-Nasen-Bedeckungen selbst näht, möglichst keine neuen und knallbunten Stoffe verwenden. Im ungünstigsten Fall könnten gefärbte Stoffe allergieauslösende Dispersions- oder Azofarbstoffe enthalten. Einige dieser Farbstoffe stehen im Verdacht, Krebs auszulösen. Besser geeignet sind nach LUA-Angaben bereits mehrfach gewaschene Textilien, etwa ausrangierte T-Shirts. Am unbedenklichsten ist die Verwendung von ungefärbten Stoffen. Wer Wert auf ein buntes Äußeres legt, sollte die Innenseite mit weißem Stoff abnähen.

Gekaufte Masken, die nicht für den medizinischen Einsatz gedacht sind, werden aus Baumwolle oder aus Kunstfaser-Materialien angeboten. Baumwoll-Exemplare haben laut LUA den Nachteil, dass sie mehr Feuchtigkeit aufnehmen und meist grobmaschiger sind. Materialien aus synthetischen Fasern (Polyester, Polyamid) dagegen werden nicht so schnell nass. Ein engmaschiges Gewebe in mehreren Schichten erhöht zudem die Schutzfunktion. Allerdings lässt sich darunter weniger gut atmen.

Beim Umgang mit den Masken, so die Koblenzer Behörde, sei auf Hygiene zu achten. So soll ihre Innenseite nicht berührt werden, um sie nicht mit Mikroorganismen zu verunreinigen. Stoffmasken sollten auf jeden Fall gewechselt werden, wenn sie durchfeuchtet sind. Zuhause sollte eine Stoffmaske an der Luft getrocknet werden, damit sich Bakterien und Schimmelpilze nicht so stark vermehren. Masken sollten täglich bei mindestens 60 Grad gewaschen und anschließend heiß gebügelt werden.

Weinstraßen-Erlebnistag abgesagt: Suche nach Alternativen

Der Erlebnistag Deutsche Weinstraße, zu dem unter normalen Bedingungen am 30. August wieder rund 200.000 Besucher zwischen Bockenheim und Schweigen erwartet worden wären, ist abgesagt worden. Ein autofreier Sonntag mit so vielen Besuchern sei angesichts der Corona-Pandemie nicht zu verantworten, sagte am Montag Joseph Greilinger, Geschäftsführer der Werbeorganisation Pfalzwein: „Wir bedauern das sehr, weil uns damit ein weiterer wichtiger Anlass fehlt, die Pfalz und das Pfälzer Lebensgefühl zu feiern und weil den Gemeinden, Vereinen und Weinbaubetrieben weitere wesentliche Einnahmen verloren gehen.“

Um das abzufedern, sollen jetzt Alternativlösungen erarbeitet werden. Die Vorbereitungen dafür seien im vollen Gange und der Verein Pfalzwein werde schon bald seine konkreten Planungen vorlegen, wenn diese mit allen maßgeblichen Stellen abgestimmt sind, sagte Greilinger.

Alle Daten zur Entwicklung der Corona-Pandemie in der Pfalz stehen hier.

swzkreise4.5.k
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