Pfalz Kartoffeln: Ernteeinbußen in der Pfalz

Besonders Ostdeutschland und der Norden Niedersachsens sollen betroffen sein.  Symbolfoto: dpa
Besonders Ostdeutschland und der Norden Niedersachsens sollen betroffen sein. Symbolfoto: dpa

Die Erzeugergemeinschaft „Pfälzer Grumbeere“ zieht eine ernüchternde Erntebilanz für Speise- und Verarbeitungskartoffeln. „Die Einbußen werden auf 20 Prozent hinauslaufen“, sagte Geschäftsführerin Carina Wittmann am Freitag. Von den normalerweise ausgebildeten zehn bis 15 Knollen pro Pflanze würden im Schnitt zwei fehlen, außerdem seien sie oft kleiner. Grund dafür sei das heiße und trockene Wetter der vergangenen Wochen.

Nur Teile der Anbauflächen hätten beregnet werden können. Doch selbst dort habe das Wasser nur für den „Erhalt der Pflanze und nicht für die Entwicklung gesorgt“, sagte Wittmann. Die Bewässerung, die in der Vorderpfalz beispielsweise über Rheinwasseraufbereitung gewährleistet wird, trage enorme Kosten für die Erzeuger mit sich. Bereits Anfang August, als die Erzeugergemeinschaft mit 300 Erzeugern ein positives Resümee zu der Frühkartoffelernte gezogen hatte, hatte sich der deutliche Verlust angekündigt.

Bundesweiter Vergleich




Doch Rheinland-Pfalz steht laut Wittmann nicht alleine da. „Uns hat es sogar noch ganz gut getroffen“, sagte die Geschäftsführerin zum bundesweiten Vergleich. Einbußen von bis zu 30 Prozent hätten Erzeuger zu verkraften, besonders seien Ostdeutschland oder der Norden Niedersachsens betroffen.

Die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) hatte noch vor wenigen Tagen von der „kleinsten Kartoffelernte, die wir jemals in Deutschland hatten“, gesprochen. Angesichts der geringen Ernteerträge drohten den Verbrauchern bis zu 30 Prozent höhere Kartoffelpreise. Laut Wittmann aber profitierten nicht die Erzeuger. Diese würden derzeit 28 Euro pro 100 Kilogramm für eine festkochende Sorte erhalten. Da sei die Gewinnspanne für den Einzelhandel enorm.
Entwarnung gibt sie jedoch, was die Menge der Kartoffeln angeht. Auch wenn die Erzeuger deftige Ernteeinbußen hinzunehmen haben, der Verbraucher wird davon laut Wittmann nichts mitbekommen: „In Deutschland gibt es genügend Kartoffeln.“

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