Dialekt-Preisrätsel
Können Sie Pfälzisch? Der große Test
Frage 1
Eine Frage zum Warmwerden: Wie lässt sich eine Pfälzer Redensart vervollständigen? Der/die guckt, ...
a) wie e Känguru, wann’s schneit.
b) wie e Karnickel, wann’s dunnert.
c) wie e Kamel, wann de Newwel uffzieht.
d) wie e Kuh, wann’s blitzt.
Frage 2
Nicht immer, wenn Pfälzer „Redebedarf“ haben, wollen sie sich mit ihrem Gegenüber austauschen. Manchmal sind keine Gesprächspartner gesucht, sondern willige Zuhörer. Der passende Spruch dazu lautet: Der babbelt ...
a) dich krumm un schebb.
b) dir de Wersching doddlich.
c) dir e Ohr ab un widder draa.
d) dir en Schlopp an de Joppe.
Frage 3
Der „Babbeldrang“ ist eines der Klischees rund um die Pfälzer. Die Zuneigung zum Alkohol ist ein weiteres. Welchen Spruch zum Thema Trunkenheit haben wir erfunden?
a) Der/die is voll wie e Dutt.
b) Der /die hot en Stiewer (Stääwer).
c) Der/die hot änner im G’sicht hänge.
d) Der/die is en echte Bierhubbser.
Frage 4
Im Pfälzischen (aber nicht nur dort) gibt es ein häufig verwendetes Wort, das zwei ganz unterschiedliche Bedeutungen hat. Wir verraten nicht, wie es heißt. Wir sagen nur: Die eine Bedeutung ist „(fest) zwicken“. Gesucht ist hier die zweite Bedeutung.
a) langsam/schurfend gehen
b) verraten/anbringen/zutragen
c) stöhnen/ächzen
d) etwas gezielt zuwerfen
Frage 5
Was ist kein Pfälzer Wort für „Hochmut“?
a) Krattel
b) Gickel
c) Krackel
d) Gibbel
Frage 6
Wie kriegt man einen perfekten „Kräch“ zustande?
a) Mit dem Bügeleisen
b) Indem man mit mehreren Personen Streit anfängt.
c) Indem man Erde so anhäuft, dass ein kleiner Abhang entsteht.
d) Mit einem besonders lauten Instrument.
Frage 7
Der pfälzische Sprachgebrauch ist geprägt von bildhaften, oft ironischen und manchmal auch sarkastischen Wort- und Satzschöpfungen. Was ist gemeint, wenn über jemanden mit der Bemerkung gelästert wird „Der kummt aus Strunzenem“?
a) Es handelt sich um einen Badener oder Rheinhessen oder Saarländer.
b) Der Mann ist ein Angeber.
c) Der Mann ist nicht besondersintelligent.
d) Es ist die Rede von einem Bewohner der Gemeinde Strunzenheim.
Frage 8
Bei dieser Frage haben Sie nicht die Auswahl aus mehreren Antworten. Vielmehr müssen Sie folgenden, etwas gedrechselten, hochdeutschen Satz in eine pfälzische Redensart übersetzen (bei kleineren Abweichungen sind wir großzügig): „Stände seine Körpergröße in proportionalem Verhältnis zu seiner Begriffstutzigkeit, wäre er in der Lage, seinen Durst aus der horizontalen Ablaufrinne zu stillen, die unten an jedes Hausdach anschließt.“
Notieren Sie bitte Ihren Lösungsspruch.
Frage 9
Wer „de Meckes macht“, der ...
a) repariert teure Computer.
b) ist auf dem Weg in ein Fast-Food-Restaurant.
c) spielt sich auf.
d) bläst Dudelsack.
Frage 10
Gleich Halbzeit. Sie können noch, oder? Nun folgt ein Lückentext. Mit welchen beiden Wörtern lassen sich die beiden Lücken (...) so füllen, dass eine echte pfälzische Redensart entsteht: Des isch en ... Kerl, känn ... un nix.
a) luschdicher/Griwwelbisser
b) haabuchener/Labbeduddel
c) klorer/Depp
d) derrrabblicher/Ranzekeenich
Frage 11
An dieser Frage kommen wir einfach nicht vorbei. Drei der nachfolgenden Wörter sind in ihrer Bedeutung sehr ähnlich. Eines passt überhaupt nicht in die Reihe. Welches ist das?
a) Bloos
b) Baggaasch
c) Baratzel
d) Korona
Frage 12
Nachdem in der vorigen Frage das ungeliebteste Wort der vergangenen zwei Jahre nun (beinahe) gefallen ist, können wir uns einer pfälzischen Redensart zuwenden, die auch in den schwierigsten Lagen Hoffnung verbreiten soll. Bitte vervollständigen: „Isch die Laach ach noch so trieb, ...“
a) singt de Vochel weiter „Piep“.
b) hämmer uns ganz arich lieb.
c) saacht mer „Seiher“ un nit „Sieb“.
d) immer hoch die Gellerieb!
Frage 13
Wie wär’s mit ein wenig pfälzischer Zoologie? Die männliche Gans, der Ganter also, heißt in der Pfalz auch:
a) Geret
b) Godel
c) Gitzich
d) Grooz
Frage 14
Und wo findet sich ein „Mollekopp“?
a) In einem Tümpel
b) Auf einem Ast
c) Unter der Baumrinde
d) Tief unter der Erde
Frage 15
Eine dieser Redensarten, die alle das selbe ausdrücken, haben wir frei erfunden. Welche?
a) Stei(ch) mer in die Dasch!
b) Hubbs mer in die Brenk!
c) Pänn mer die Gäns!
d) Rutsch mer de Buckel nunner/nuff!
Frage 16
Übersetzung, Teil 2. Welche Pfälzer Redensart verbirgt sich hier: „Ich nehme lieber eine Luxation eines oberen Verdauungsorgans in Kauf, als dem selbstständigen Unternehmer aus dem gastronomischen Gewerbe etwas kostenlos zu überlassen“?
Notieren Sie bitte Ihren Lösungsspruch.
Frage 17
Endspurt! Ein „Schikanebuckel“ ist ...
a) ein Körperteil.
b) eine geologische Erhebung.
c) eine Person.
d) ein Wildgericht.
Frage 18
Wer „befft“ oder „beffert“, der ...
a) würzt nach.
b) lispelt.
c) antwortet oder schimpft bissig.
d) legt sich eine Halsbinde um.
Frage 19
Besonders bildhaft wird das Pfälzische beim Thema Essen. Folgende vier Redensarten gibt’s tatsächlich, aber eine fällt aus der Reihe. Welche?
a) Des schmeckt, als hett mer e Engelsche uff die Zung geprinzelt.
b) Do kinnt ich mei Bett enei mache.
c) Do laafen mer alle Brinnel(s)cher.
d) Des schmeckt wie eig’schloofene Fieß
Frage 20
Mit Frage 20 machen wir für heute ...
a) de Krumbel nei.
b) Raach in de Sack.
c) die Hack raus.
d) Fisimatente.
Mitmach-Infos: So können Sie gewinnen!
Notieren Sie Ihre 20 Antworten (Nummer der Frage, Ihre Lösung – Beispiel: 1c, 2a, 3b, ...). Bei den Fragen 8 und 16 notieren Sie bitte Ihren Lösungsspruch. Schicken Sie die Lösungen per Post, Fax oder E-Mail an die RHEINPFALZ am SONNTAG, Ostbahnstraße 12, 76829 Landau, Fax: 06341/281-165, E-Mail: ras-aktion@rheinpfalz.de – Kennwort:„Können Sie Pfälzisch?“ Einsendeschluss ist der 9. Dezember.
Die Verlosung
Unter den Teilnehmern, die alle Fragen richtig beantwortet haben, verlosen wir 50 Preise. Sollte niemand alle Antworten richtig haben, kann gewinnen, wer die meisten richtigen Antworten nennt. Die Namen der Gewinner werden wir mit der Auflösung des Preisrätsels veröffentlichen. Die Preise gehen per Post zu.
Die Preise
Zu gewinnen gibt es einen Einkaufsgutschein über 200 Euro für die Wasgau-Supermärkte, einen 100-Euro-Gutschein für Edeka, fünf leckere Pfalzkisten von Pfalzwein e.V., drei Rucksäcke, fünf RHEINPFALZ-„Dubbetasse“ im Schoppenformat, zehn „Uffbasse“-Handtücher sowie zehn Edelstahl-Thermobecher. Außerdem verlosen wir diesmal 15 der neuen Bücher unseres Redakteurs Michael Konrad mit Karikaturen von Uwe Herrmann: dreimal die 572-seitige Gesamtausgabe von „Saach blooß“ mit allen Folgen unserer Dialektserie aus den Jahren 2002 bis 2021 sowie zwölfmal das neue Rätselbuch: „Können Sie Pfälzisch? – Der ultimative Test“. Darin finden Sie die besten Fragen und Antworten aus unseren früheren Rätseln – gut auch zum Üben für das Rätsel auf dieser Seite.
Ein paar Tipps
Wir haben bewusst auch Sprüche und Begriffe ausgesucht, die nicht überall in der Pfalz verbreitet sind. Wir sind aber sicher: Wenn Sie Freunde oder Verwandte in anderen Teilen der Pfalz befragen, werden Sie auf die Lösungen stoßen. Manche Wörter kennen Sie vielleicht in einer regionalen Variante (Schlopp/Schlupp, hämmer/ hawwe mer, Raach/Rääch).