Pfalz IG Metall lehnt „Verzichtsrunde“ ab

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Die Gewerkschaft IG Metall sieht einen Schwerpunkt ihrer Arbeit in der Sicherung von Arbeitsplätzen wie beispielsweise in der kriselnden Autoindustrie.

Die IG Metall hat etwaigen Erwartungen, sie werde in der anstehenden Tarifrunde für die Metall- und Elektroindustrie auf die Forderung nach realen Lohnerhöhungen verzichten, eine Absage erteilt. „Wir reden nicht über eine Verzichtsrunde“, sagte der Leiter des auch für Rheinland-Pfalz zuständigen IG-Metall-Bezirks Mitte, Jörg Köhlinger. Seine Gewerkschaft wolle eine „progressive Entgeltentwicklung“ für die Beschäftigten, auch wenn das Lohnplus wohl nicht so hoch ausfallen werde wie in den vergangenen Jahren. Reale Lohnerhöhungen seien auch volkswirtschaftlich sinnvoll, weil so die Kaufkraft der Beschäftigten gestärkt werde. Im Übrigen befinde sich die deutsche Wirtschaft keineswegs in einer Rezession. Einen Schwerpunkt der Tarifrunde werde die Sicherung von Arbeitsplätzen und Standorten bilden, sagte Köhlinger.

IG-Metall-Vorsitzender schlägt „Moratorium“ vor

Der IG-Metall-Vorsitzende Jörg Hofmann hatte vergangene Woche den Arbeitgebern mit Blick auf die Tarifrunde ein „Moratorium“ vorgeschlagen. Dabei soll es darum gehen, möglichst rasch in Verhandlungen über ein „Zukunftspaket“ einzusteigen mit dem Ziel, sich über Maßnahmen zur Sicherung von Arbeitsplätzen zu verständigen. Diese Verhandlungen könnten laut Hofmann bis zum Ende der Friedenspflicht Ende April abgeschlossen sein. Hofmann hatte die Arbeitgeber aufgefordert, bis zum 3. Februar zu entscheiden, ob sie sich auf seinen Vorschlag einlassen.

Jobabbau in Automobilindustrie droht

Vor allem die Automobilindustrie, in der laut IG Metall rund eine Million Menschen beschäftigt sind, steckt nach zahlreichen Erfolgsjahren derzeit in einer schwierigen Phase. Es droht der Abbau zahlreicher Arbeitsplätze. Der Branche machen neben der Digitalisierung unter anderem der Trend zur E-Mobilität sowie wachsende Klimaschutzauflagen zu schaffen.

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