Fasnacht Narren hoffen auf Session ohne Corona-Einschränkungen

Mainzer Schwellköpp.
Mainzer Schwellköpp.

Stimmungsaufheller in krisenhaften Zeiten: In den Hochburgen des närrischen Frohsinns ist am Freitag um 11.11 Uhr die neue Karnevalssession eröffnet worden. Während die Narren in Köln und Düsseldorf bei nahezu perfektem Wetter feiern konnten, mussten sie sich in Mainz (unser Bild) zusammen mit den Schwellköpp unter einem kalten Novemberhimmel in Fasnachtsstimmung schunkeln. Nach zwei Jahren mit massiven Corona-Einschränkungen versammelten sich rund um den Fasnachtsbrunnen auf dem Schillerplatz der Landeshauptstadt allerdings mehr Menschen als vor der Pandemie. Der Mainzer Carneval-Verein (MCV) schätzte, dass zeitweise 7500 Menschen unterwegs waren, die auf eine Fasnacht ohne weitere Verbote hoffen.

Allerdings spaltet das Thema die Gesellschaft. Nur gut ein Viertel der Bundesbürger (28 Prozent) ist dafür, dass sie weltweites Unesco-Kulturerbe werden. Wie das Meinungsforschungsinstitut Yougov ermittelte, ist knapp die Hälfte der Befragten (47 Prozent) gegen eine solche Auszeichnung, 25 Prozent machten keine Angabe. Karnevals-Funktionäre hatten zuvor angekündigt, Fasnacht und Karneval auf die Unesco-Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit bringen zu wollen.

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