Handball
Zweibrücker SV-Damen verlieren Abstiegsduell in Wörth
In der zweiten Hälfte war es eine klare Angelegenheit. Der TV Wörth ist nach dem 31:22 (12:11)- Sieg gegen den SV 64 Zweibrücken dem Klassenverbleib in der Handball-Oberliga der Frauen näher gekommen. Für die Gäste wird dieses Unterfangen unterdessen immer schwerer.
Zweibrückens Trainer Rüdiger Lydorf war dementsprechend enttäuscht nach dem Duell des Schlusslichts beim Tabellenzwölften: „Wir sind in der zweiten Halbzeit mit dem Tempo der Wörtherinnen nicht klargekommen. Die einfachen Tore zu Beginn der zweiten Hälfte waren spielentscheidend. Wir sind nur noch hinterher gelaufen. Aber die Runde geht mit 13 Spielen noch weiter. Meine Spielerinnen sind außer der Torfrau und Katrin Hoffmann alle unter 20 Jahren. Wir hatten in den letzten zwei Jahren einen großen Umbruch.“ SV-Spielführerin Lea Bullacher schloss sich Lydorfs Meinung an: „Wir haben in der ersten Halbzeit gut mitgehalten, dann in der zweiten Hälfte den Turnaround nicht mehr geschafft. Unsere junge Mannschaft bleibt auch bei einem eventuellen Abstieg in der nächsten Saison zusammen.“
Wörth wie verwandelt aus der Kabine
Bereits nach zehn Minuten lagen die Wörtherinnen mit 5:2 vorne. Mit gleich drei parierten Siebenmetern hielt SV-Torhüterin Annalena Zahm ihre Mannschaft im Spiel. Katrin Hoffmann erzielte das 5:5 (16. Minute), Lea Bullacher das 8:9 (23.), Vera Jänicke brachte die Gastmannschaft noch mal mit 10:11 in Führung (28.).
Nach der Halbzeit kamen die Wörtherinnen dann aber wie verwandelt aus der Kabine: 17:12 stand es plötzlich nach nur dreieinhalb Minuten. Mirjam Stumpf traf dreimal, die B-Jugendliche Alena Saktan verwandelte einen Strafwurf, und Marie Höflich, an diesem Abend die auffälligste Spielerin des TV Wörth, war zur Stelle. Auf zeitweise zehn Tore Differenz (24:14, 26:16) zogen die Gastgeberinnen davon.
„Der große Unterschied war, dass wir in der zweiten Halbzeit unsere Chancen verwertet haben. Da war eine andere Mannschaft auf dem Feld, viel aggressiver und williger mit einer guten Abwehr. Die Mannschaft hat an sich geglaubt und hatte nur ein Ziel: das Spiel zu gewinnen“, sagte Wörths Trainer Gerd Götz. Das bestätigten seine Spielerinnen. Kathrin Pfirrmann: „Wir haben gekämpft, um mit einem guten Spiel einen wichtigen Pflichtsieg zu erzielen. Die ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit waren entscheidend.“ Höflich hob die tolle Mannschaftsleistung hervor, obwohl sie selbst mit sechs Treffern ihr bisher wohl bestes Spiel für den TV Wörth machte. Kim-Julia Mayer, die beruflich bedingt oft Schwierigkeiten hat, ins Training zu kommen, freute sich ebenfalls über drei Tore.
So spielten sie
SV 64 Zweibrücken: Zahm, Midani - Baus (6/3), Hilz (4/1), Knoll (2) - Hartfelder, Luga (3) - Bullacher (1) – Hoffmann (2), Neff, Jänicke (4)
Spielfilm: 5:5 (16.), 7:8 (21.), 12:11 (Halbzeit), 16:11 (34.), 22:14 (40.), 27:17 (50.), 31:22 (Ende) - Zeitstrafen: 1:2 - Siebenmeter: 6/2 - 5/4 - Zuschauer: 35 - Schiedsrichter: Bauer/Schwarz (Mainz-Bretzenheim).