Handball Zweibrücker Frauen wollen Aufsteiger niederringen
„Ringen und Raufen steht auch bei den Frauen öfter mal im Vorbereitungsplan“, erzählt Lydorf. „Jemand, der keinen Sport mit Körperkontakt betreibt, versteht das möglicherweise nicht. Aber nach der langen Pause mussten sich meine Spielerinnen tatsächlich erst wieder an den gegnerischen Körperkontakt gewöhnen, sich darauf einstellen, dass es auch mal weh tun kann“, sagt Lydorf.
Corona bedeutete: Distanz wahren. Jetzt muss wieder unter Bedrängnis geworfen werden, auch einen Schlag bekommt man mal ab. „Ringen und Raufen hat letzten Endes viel mit Körperbeherrschung zu tun. Und damit, auch mal was einstecken zu können“, sagt Lydorf zu diesem Training.
Schnelles Passen und körperliche Präsenz
Bei den Frauen stand am Montag One-touch-Ball auf dem Trainingsplan. Bei der Mannschaft steht diese Aufwärmvariante, die einst Martin Schwarzwald einführte, ganz hoch im Kurs. Mit einem großen Pezziball sollen Tore erzielt werden. Dabei darf der Ball nur einmal – one touch also – berührt werden. Verbunden ist diese Spielform mit der Idee, schnelles Passspiel zu stärken. „Dabei gibt es immer viel zu lachen“, verrät Lydorf, warum dieses Spiel selten anstrengend wird. „Aber ich hätte nichts dagegen, jeden Montag mit One-touch-Ball zu beginnen. Denn das darf die Mannschaft nach Siegen spielen.“
In Püttlingen platzte der Knoten bei den Zweibrückerinnen. Chancen, die sie in den vorherigen Spielen hatten liegen lassen, nutzten sie dieses Mal. Schnelles, sicheres Passspiel, kombiniert mit körperlicher Präsenz, das könnte gegen den TV Wörth – ein Aufsteiger aus der Pfalzliga – eine Erfolgskombination sein. Wörth hat drei Siege aus vier Spielen, „das zeigt, dass wir alles in die Waagschale werfen müssen“, sagt der Zweibrücker Coach.
Onkel Götz kommt
Zwar sind die Zweibrückerinnen seit 2019 zu Hause ungeschlagen, aber zwei Remis zuletzt waren eher als Enttäuschung zu verbuchen. Bei Wörth hat Trainer Gerd Götz das Sagen. Er ist der Onkel von SV-Spielmacher Tim Götz.