Zweibrücken Zur Sache: Bechhofer Resolution für das Krankenhaus

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„Wir fordern den kirchlichen Träger sowie alle politisch Verantwortlichen auf, das Evangelische Krankenhaus und die Arbeitsplätze zu erhalten“, fordert der Gemeinderat Bechhofen in einer Resolution, die er am Montagabend einstimmig beschloss.

„Ich werde diese Resolution an meine Amtskollegen weitergeben“, kündigte Bechhofens Bürgermeister Paul Sefrin jetzt an und verband damit die Hoffnung, dass weitere Räte ihre Solidarität mit den Beschäftigten des Krankenhauses ausdrücken und die Resolution mittragen werden. Im Text heißt es, dass es bei einer möglichen Schließung des Evangelischen Krankenhauses auch um die „ärztliche und gesundheitliche Versorgung in Zweibrücken, im ländlichen Raum, dem Zweibrücker und Pirmasenser Land, dem Saarpfalz-Kreis und der Westpfalz schlechthin gehe“. Die Interessen der rund 380 Beschäftigten, „die sich um das Wohl der Patienten, das Erscheinungsbild und den Erhalt des Hauses nach besten Kräften bemühen“, seien in der derzeitigen Diskussion „nahezu nebensächlich“, so die Kritik. Eine Schließung würde auch die Wertschöpfungskette rund um das Krankenhaus betreffen, etwa Wäschereien, Friseure, Pflege- und Labordienste oder Taxiservices. Der Gemeinderat erinnert in seiner Resolution daran, dass Zweibrücken und das Zweibrücker Land zuletzt gelitten hätten: „Der Flugplatz wurde geschlossen, Finanzamt, Gesundheitsamt, Vermessungs- und Katasteramt, der Hauptsitz des Arbeitsamtes wurden abgezogen“, heißt es im Text. Der Ausbau der Bundesstraße 10 und die Bahnanbindung an Homburg würden verzögert, kritisiert er. In Anbetracht der demografischen Entwicklung sei es zu kurz gedacht, das Haus wegen einer angeblichen Überversorgung an Betten zu schließen. „Die wahren Gründe sollen wieder einmal für den Betrachter im Verborgenen bleiben“, heißt es. Von einem kirchlichen Träger, der sonntags andere Werte von einer besseren Welt vermittle, hätten die Bürger eine andere Haltung erwartet. Der Bechhofer Gemeinderat fordert jetzt, dass die Einschnitte in der Region Zweibrücken endlich ein Ende haben müssen. (daa)

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