Zweibrücken Zum Stadtfest hat Zweibrücken eine ganz neue Attraktion

Schon jetzt ist die Unterführung nicht mehr wiederzuerkennen.
Schon jetzt ist die Unterführung nicht mehr wiederzuerkennen.

Die Jugendkunstschule will hässliche Ecken in der Stadt mit bunten Farben aufhübschen. Ein Vorzeigeprojekt läuft in der Bahnhofsunterführung.

Der Bahnhofstunnel war bislang eher trist, dreckig, dunkel und abends und in der Nacht mitunter unheimlich. Auch wegen des Gestanks nach Urin und Unrat. „Die Unterführung war nicht besonders hübsch“, urteilt denn auch Iris Seyler, Kunstlehrerin am Hofenfels-Gymnasium und künstlerischer Kopf der Jugendkunstschule. Dass die Unterführung jetzt angemalt wird, passiert im Einvernehmen mit der Deutschen Bahn. Das Unternehmen hat seine Zustimmung zum Projekt gegeben. Und wie die Jugendlichen vor Ort erzählen, hat die Bahn sogar Farben und Material beigesteuert.

Ursprünglich hätte die Unterführung mittels Sprühfarben im Graffiti-Stil verschönert werden sollen. Dann wurde der Plan geändert: Statt Sprayfarben kommen jetzt vorrangig Wand-Malfarben zum Einsatz. Die Schüler haben die Wand der Unterführung zunächst grundiert und dann in große, bunte Flächen eingeteilt. Am Ende, so der Plan, werden auf den Wänden Landschaften im Panoramastil zu sehen sein. Das übergeordnete Thema lautet „Mobilität“.

Möglichst viele leuchtende und bunte Farben

„Es werden verschiedenste Landschaften dargestellt, überall ist in den zahlreichen Details der Planzeichnung ein Zug der Bahn zu sehen“, erklärt Iris Seyler das Konzept. „Die Aussage ist: Mit dem Zug kann man die verschiedensten Flecken erkunden und dabei Landschaften und Regionen sehen.“

Bis zum Stadtfest soll das Kunstprojekt in der Unterführung fertig sein. „Das ist umso besser, weil am Fest ja auch Sonderzüge fahren sollen“, sagt Seyler. „Wenn die Besucher dann aus dem Zug steigen und durch die Unterführung gehen, bekommen sie ein ganz anderes erstes Bild von unserer Stadt.“ Die Schüler versuchen, so viele leuchtende und bunte Farben wie möglich zu verwenden. Das soll die triste Unterführung heller und schöner machen.

„Hingerotzte“ Graffiti-Sprühereien

Iris Seyler ist der Meinung, dass es in Zweibrücken noch viel mehr Ecken gibt, die dringend aufgehübscht werden müssten. Und denkt dabei an die Schlachthofstraße, vor allem im Bereich unter der Autobahnbrücke. „Man könnte aber auch viele der kleinen Elektrohäuschen in der Stadt bunt ausgestalten“, findet die Kunstlehrerin. Wilde Graffiti-Sprühereien seien ihr ein Dorn im Auge. „Das meiste ist wirklich nur dahingerotzt“, kritisiert sie. Und hofft, mit der Verschönerungsaktion den Schmier-Graffiti etwas entgegensetzen zu können.

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