Zweibrücken Wie die Bayern
Zweibrücken. Aus zwei macht eins. So haben sich der SV Ixheim und die Damen aus dem saarländischen Einöd entschlossen, zusammen anzutreten. Gleich zwei Teams schickt die neugegründete Spielgemeinschaft ins Rennen. Das von Hansgeorg Hähn trainierte Landesliga-Team will auch diesmal vorne mitspielen.
Der Saisonauftakt ist jedenfalls gelungen. Am Wochenende gab es einen 4:0-Auswärtserfolg beim FV Linden. „Es hätte noch höher ausgehen müssen“, meinte Co-Trainerin Clodine Schön. Zur Halbzeit führte die Mannschaft durch Tore von Pauline Gerber und einem Doppelpack von Mascha Ehrmantraut mit 3:0. Kurz vor dem Ende erhöhte Lea Hähn auf 4:0. Was bei den Mädchen der B- und C-Jugend bereits gut geklappt hat, wird ab dieser Runde auch bei den Damen versucht: eine Spielgemeinschaft. So kann der SV Ixheim/Einöd gleich zwei Mannschaften für die Saison 2015/2016 melden. Mit dem System des deutschen Rekordmeisters Bayern München will Trainer Hansgeorg Hähn die Spitzenmannschaften der Landesliga ärgern. Abgeschaut hat sich Hähn das 4-2-3-1-System allerdings nicht bei Bayern-Trainer Pep Guardiola: „Wir spielen das System schon seit vier Jahren.“ Trotzdem müssen sich die Akteurinnen aus Einöd erst einmal an das offensiv ausgerichtete Spiel und das neue Spielsystem gewöhnen. Bei den ersten Übungseinheiten stand deshalb das gegenseitige Kennenlernen im Vordergrund. „Wir machen viele Übungen zu zweit“, erzählt Hähn. Das Trainerduo Schön und Hähn versuchte dabei, eine Grüppchenbildung zu vermeiden. So galt und gilt es insbesondere, die Einöder in das SVI-Grundgerüst zu integrieren. Mit Hanna Härtel und Pauline Gerber hat man zwei vielversprechende Akteurinnen aus dem Saarland hinzugewonnen. Ob es in dieser Saison schon ganz noch oben geht, bezweifelt Hähn. „Wir wollen aber zumindest die Mannschaften an der Tabellenspitze ärgern.“ Der SG-Coach peilt zumindest Platz vier an. In den Testspielen wurde nochmals das Spielsystem verfeinert. So legt Hähn vor allem Wert auf die Laufarbeit. „Für die Spielerinnen auf der Sechserposition ist mein Spielsystem sehr laufintensiv, das setzt schon eine gewisse Fitness voraus“, so der Coach. Gerade zu Hause will der SVI auch in dieser Saison glänzen. Auf dem heimischen Kunstrasenplatz wurde in der vergangenen Saison fast jeder Gegner besiegt. Nur ein Spiel ging verloren – gegen den späteren Meister Thaleischweiler-Fröschen (0:1). Neben zwei Unentschieden gewann der SV Ixheim neun Begegnungen. Dem Verletzungspech und den vielen Studierenden war es geschuldet, dass der SV Ixheim in der vergangenen Runde nur auf dem vierten Rang landete. „Der Trainingsbetrieb war etwas eingeschränkt“, so Hähn. In der Rückrunde schnitt Ixheim deutlich schwächer ab und war am Saisonende mit Rang vier noch gut bedient. Mit Rang vier wäre auch die zweite Vertretung der neugegründeten Spielgemeinschaft Ixheim/Einöd zufrieden. In der Bezirksliga sollte die SG eine gute Rolle spielen. In einer Staffel mit zehn Teams können die Spielerinnen der zweiten Mannschaft Erfahrung sammeln und so an das Landesligateam herangeführt werden. Trainiert wird das Bezirksligateam von Steffen Krebs, der bereits in Einöd an der Seitenlinie einer Damenmannschaft stand. Die Klasse, das Team Spielklasse: Landesliga Westpfalz Vorjahresplatzierung: Nach dem Abstieg aus der Verbandsliga konnte sich der SVI in der Landesliga schnell einfinden. In der Hinrunde hielt Ixheim mit den Spitzenteams Schritt. Im Abschlussklassement erzielte der SVI mit Platz vier (46 Punkte, 78:36 Tore) ein achtbares Ergebnis. Trainer: Hansgeorg Hähn, 51, Rohrnetzmeister bei der Stadt Zweibrücken. Hähn ist verheiratet und hat drei Kinder. Er trainierte zuvor Damenteams in Homburg und Beeden. Trainer der zweiten Mannschaft, die in der Bezirksliga spielt, ist Steffen Krebs. Kader: Leider teilte Ixheim der RHEINPFALZ trotz mehrfacher Aufforderung den Kader für diese Saison nicht mit. Verein Vorsitzender: Michael Renkawitz - Spielleiterin: Clodine Schön - Mitglieder: 420. (benj)