Zweibrücken Wettergott muss mitspielen bei Renaissance
«ZWEIBRÜCKEN.» Über drei Jahre dröhnten keine Motoren mehr über die Zweibrücker Rennwiese. Die letzten Rennen davor – seit einigen Jahren im Zweijahresrhythmus ausgetragen – am ersten Julisonntag kennzeichneten große Hitze und schwache Besucherzahlen. Nun will Ausrichter MSC Zweibrücken an einem neuen Termin – Sonntag, 2. September – dem Zweibrücker Grasbahnrennen zur Renaissance verhelfen.
„Die langfristigen Wetterprognosen sind gut. Aktuell sind für den Rennsonntag zwischen 20 und 25 Grad und trockenes Wetter gemeldet. Das wären optimale Bedingungen“, hofft MSC-Rennleiter Heiko Zeiter auf den Wettergott. 3000 Zuschauer oder mehr benötigen die Veranstalter, um zumindest die Kosten für den Renntag decken zu können. Was bedeutet die Änderung vom ehemals angestammten Termin im Juli auf den September für die Helfer und die Fahrerfelder? „So viel ändert sich hierdurch nicht. Für die Spitzenfahrer ist natürlich das Geld ein entscheidender Faktor, wo sie fahren“, hat Zeiter eigentlich immer das Problem von konkurrierenden Langbahn- und Speedway-Rennen in Deutschland und dem restlichen Europa. Auf der Helferseite wirkt sich der inzwischen hohe Altersschnitt des Motorsportclubs etwas negativ aus. „Wir haben erstmals Helfer vom MSC Herxheim mit dabei. Ansonsten sind wir froh, dass wie in den früheren Jahren befreundete Vereine wieder mit anpacken. Diesen gilt unser besonderer Dank“, sagt Zeiter. Rund zwei Wochen vorm Rennen ging es an die letzten Arbeiten an der Bahn. Die wird noch mal gemäht und mit GPS abgesteckt. In der Woche vor dem Rennen wird die Bahn vom Deutschen Motorsport-Bund abgenommen. „Ein Prozess, der alle drei Jahre wiederholt werden muss. Dieses Jahr sind wir wieder dran“, erklärt Zeiter. Als letzte Maßnahmen werden der Fangzaun aufgebaut und die Strohballen verlegt. Die Bahn präsentiert sich momentan zu trocken, „was aber besser ist als zu nass. Hier können wir wässern. Wenn sie zu nass ist, wird sie sehr tief“, weiß Zeiter. Insgesamt ist die Pflege einer Grasbahn aufwendiger als die einer Sandbahn wie im südpfälzischen Herxheim. Trotz konkurrierender Veranstaltungen gelang es dem MSC Zweibrücken, wieder ein international stark besetztes Fahrerfeld zu verpflichten. So startet erstmals der aktuelle Langbahn-Weltmeister Mathieu Tréssarieu aus Frankreich in Zweibrücken. Auch der tschechische Grasbahn-Vize-Europameister Josef Franc und weitere Fahrer aus insgesamt sechs Nationen lassen spannende Rennen erwarten. Immerhin winkt dem Gesamtsieger der ADAC-Silberhelm. Eine Trophäe, die jedes Jahr nur an eine Grasbahn in Deutschland vergeben wird – diesmal nach Zweibrücken. Und auch die Silberne Rose der Stadt wird wieder ausgefahren. Neben der internationalen Soloklasse starten noch nationale Solisten und nationale Seitenwagen sowie Junioren ab 13.30 Uhr in den 22 Rennläufen. Im Vorverkauf können Tribünenkarten wie in den Vorjahren wieder bei Christels Blumenladen in Zweibrücken-Niederauerbach erworben werden.