Nachgehakt RHEINPFALZ Plus Artikel Wegen Brasilianern bei SG Knopp/Wiesbach: Staatsanwaltschaft beantragt Strafbefehle

Auch das Sportheitm des FC Knopp wurde im Jahr 2023 durchsucht.
Auch das Sportheitm des FC Knopp wurde im Jahr 2023 durchsucht.

Wie die Staatsanwaltschaft Zweibrücken mitteilt, hat sie Strafbefehle gegen zwei Männer im Zusammenhang mit den Vorgängen um drei brasilianische Ex-Fußballer der SG Knopp/Wiesbach beantragt.

„Den Beschuldigten, heute 52 und 59 Jahre alte Männer, wird vorgeworfen, drei brasilianische Spieler aus dem Ausland angeworben zu haben, um eine ausreichende Anzahl qualifizierter Spieler für die Fußballgemeinschaft SG Knopp/ Wiesbach zur Verfügung zu haben. Die drei Spieler verfügten bei der Einreise nicht über ein Visum, obwohl bereits zu diesem Zeitpunkt ein Aufenthalt der Spieler über 90 Tage hinaus erfolgen sollte und beabsichtigt war, diese einer Erwerbstätigkeit nachgehen zu lassen, nämlich Fußballspielen gegen Entgelt und geldwerte Vorteile“, führte die leitende Oberstaatsanwältin Iris Weingardt aus. Die Spieler seien bei der Einreise auch nicht bei der zuständigen Ausländerbehörde angemeldet worden, um einen Aufenthaltstitel zu erlangen.

Sportheim durchsucht

Im Frühjahr des vorigen Jahres hatte es eine „richterlich angeordnete Durchsuchung“ unter anderem im Sportheim des FC Knopp gegeben. Die Durchsuchung gründete „auf dem Verdacht des unerlaubten Einschleusens von Ausländern“. Nun sind die Ermittlungen so weit fortgeschritten, dass Strafbefehle beantragt werden konnten.

Die Staatsanwaltschaft teilte weiter mit, dass „zumindest teilweise die Reisekosten der angeworbenen Spieler übernommen wurden“. Ihnen sei auch ein monatliches Entgelt ausgezahlt worden. Einer der Angeschuldigten habe für die Spieler eine Unterkunft organisiert und soll diese in seinem Unternehmen angestellt haben.

100 Tagessätze

Daher hat die Staatsanwaltschaft beim zuständigen Amtsgericht Zweibrücken Anträge auf Erlass von Strafbefehlen gestellt in Höhe von jeweils 100 Tagessätzen. „Die gegen die drei Spieler geführten Ermittlungsverfahren wegen unerlaubter Einreise wurden wegen geringen Verschuldens eingestellt“, teilte Weingardt weiter mit.

x