Zweibrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Von der Bundeswehr ins Fitnessstudio Trimini: Vereins-Muckibude hat neuen Leiter

Alexander Abt ist seit November Leiter im Trimini der VTZ. Hier unterhält er sich mit Gerd Wilms (75) am Rückenstrecker.
Alexander Abt ist seit November Leiter im Trimini der VTZ. Hier unterhält er sich mit Gerd Wilms (75) am Rückenstrecker.

Das Trimini, das Fitnessstudio der VT Zweibrücken, hat einen neuen Chef. Der frühere Soldat weiß, wie man zu Weihnachten fit bleibt – trotz Plätzchen und Gänsebraten.

Kraft- und Ausdauertraining in familiärer Atmosphäre wird seit 1994 im Untergeschoss der Festhalle angeboten. Hier unterhält die Vereinigte Turnerschaft Zweibrücken (VTZ), der größte Sportverein der Stadt, ihr Fitnessstudio Trimini. Am 15. November hat Alexander Abt das Ruder übernommen. Er ist Nachfolger des langjährigen Studioleiters Sebastian Meier, der eine neue Aufgabe im Gesundheitscontrolling gefunden hat.

Zweibrücken ist für den 33-jährigen Alexander Abt kein Neuland: Nach seiner Ausbildung zum Sport- und Fitnesskaufmann war der Pirmasenser bei den Fallschirmjägern in der Kreuzberg-Kaserne als Personalfeldwebel tätig – bis Januar 2023. „Das hätte man auch Abteilungsleiter für das Personalmanagement nennen können“, erklärt Abt, wie er beim „Bund“ seine kaufmännischen Kenntnisse weiter nutzen konnte.

Das Leben ist hier geselliger

Nach der Armeezeit heuerte Alexander Abt in seiner Heimatstadt in einem Fitnessstudio an. „Ich wollte mich aber verändern, eine Leitung übernehmen“, regte sich bei dem Fitness- und Gesundheitsfachmann bald der Ehrgeiz nach mehr. „Über Mundpropaganda bekam ich dann mit, dass die VTZ einen neuen Studioleiter für ihr Trimini sucht.“

„Jeder hat seine persönlichen Schwerpunkte. Ich auch“, will Abt als oberster VTZ-Angestellter im Trimini nicht alles anders machen als sein Vorgänger. „Ich glaub’ aber schon, dass ich meine Erfahrungen aus dem klassischen Fitnessstudio hier in die Vereinsstruktur einbringen kann.“ Denn im Trimini geht es etwas anders zu als in manch marktüblichem Studio. „Das Leben hier ist familiärer, geselliger. Der Altersschnitt der Besucher ist höher, und nach dem Training setzt man sich noch ein Weilchen hin und trinkt zusammen eine Tasse Kaffee. Das ist anders als in anderen Studios, wo die Leute reinkommen, ihr Training durchziehen und dann gleich wieder gehen.“

Noch mehr Ideen im Köcher

Dass das Publikum im Trimini meist etwas älter ist, findet der Trainer gut: „Da kann ich viel persönlicher auf die Leute eingehen. Das ist interessant, und das Spektrum ist einfach breiter.“

Haben sich die Abläufe in Alexander Abts neuer Berufsumgebung erst einmal eingespielt, möchte der Fitnessexperte auch Gruppentraining anbieten. Er hat aber noch mehr Ideen im Köcher, die er im Moment noch nicht verraten möchte. „Bekanntlich ist die VTZ ja in vielen unterschiedlichen Sportarten vertreten. Da glaube ich schon, dass man da einiges von außen in unser Fitnessprogramm einfließen lassen kann.“ Reizvoll ist es für Abt, dass über die Vereinigte Turnerschaft auch immer wieder mal der ein oder andere Leistungssportler den Weg zu ihm findet. „Den kann ich hier dann individuell fördern – ganz persönlich auf ihn zugeschnitten. Sowas hast du woanders im Fitnessstudio nicht.“

Wie ist das mit der Fitness in der Weihnachtszeit?

Stichwort Fitness: Weil viele es sich gemeinhin in der Adventszeit besonders gut gehen lassen und bei Plätzchen und Weihnachtsbraten gern zugreifen, stellt sich nach den Feiertagen oft so manches überschüssige Fettpölsterchen ein. Was hat der ausgebildete Fitness- und Ernährungstrainer Alexander Abt zu diesem Thema zu sagen? „Eigentlich ist alles erlaubt“, hält der Trimini-Chef ein schlechtes Gewissen nicht für angebracht. „Wenn ich mir alles Schöne verbiete, wo bleibt denn da die Lebensqualität? Zu Weihnachten ist es nicht anders als sonst im Jahr. Schon klar, dass man sich möglichst gesund ernähren sollte. Wenn man sich unterm Strich mehr bewegt als man isst, dann passt das schon.“

Bleibt nur noch die eine Frage, die auch Alexander Abt nicht auf Anhieb beantworten kann: Wie ist die VTZ Anfang der 1990er Jahre eigentlich auf den Namen Trimini für ihr Fitnessstudio gekommen? Hat das Wort eine bestimmte Bedeutung, oder ist es eine Abkürzung für irgendwas? „Nein“, erzählt Vorstandsmitglied Peter Stauch auf Nachfrage. „Wir hatten damals unsere Mitglieder gebeten, Namensvorschläge einzureichen. In dem Wort Trimini steckt noch ein bisschen die Trimm-Dich-Kampagne aus den Siebzigern drin. Dieser Name war uns dann am Ende halt doch lieber als ,VTZ-Muckibude’.“

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