Zweibrücken Verbotene Fahrmanöver auf dem Herzogplatz
Dass auf dem Herzogplatz, direkt vor dem Zweibrücker Rathaus, Autos unterwegs sind, kommt eher selten vor. Etwa wenn die Feuerwehr einen Einsatz hat, Bühnen oder Imbissstände fürs Stadtfest aufgebaut werden oder geschmückte Hochzeitskarossen vor dem Standesamt vorfahren. „In solchen Fällen können wir einen der rotweißen Pfosten, die die Durchfahrt verhindern, mit einem Dreikantschlüssel aufsperren und aus ihrer Verankerung im Boden lösen“, erklärt Rathaussprecher Jens John auf Anfrage.
Nach einem solchen Pfosten hatte sich Pervin Taze (SPD) vorige Woche im Stadtrat erkundigt: Die rotweiße Absperrstange sei neulich „verschwunden“; an den Tagen darauf sei es zu unerwünschtem Fahrzeugverkehr auf dem Herzogplatz gekommen.
UBZ sorgt für Ersatz
Gegenüber der RHEINPFALZ berichtet Jens John, dass im konkreten Fall von einem beweglichen Metallpfosten vor dem Standesamt in der Schillerstraße die Rede ist. In der Tat sei die rotweiße Stange, aufgestellt zwischen zwei Blumenkübeln, in der Vergangenheit mitunter aus dem Boden „herausgehoben und im Nachgang nicht wieder direkt eingesetzt“ worden. Manchmal sei es vorgekommen, dass der abgelegte Pfosten dann „verschwunden“ sei. In solchen Fällen müsse der städtische Servicebetrieb UBZ eine neue Stange beschaffen. „Das dauert aktuell rund sechs Wochen“, erklärt der Rathaussprecher. Vorwitzige Automobilisten erinnert Jens John aber daran, dass das Befahren der so entstandenen „Abkürzung“ am Herzogplatz als Ordnungswidrigkeit geahndet werde. Werde man bei einem Verstoß erwischt, müsse man mit einem Bußgeldbescheid über 50 Euro rechnen.
Dieses Risiko besteht für Autofahrer derzeit aber nicht mehr: Inzwischen hat der UBZ die Durchfahrt in der Schillerstraße mit einer neuen rotweiß lackierten Metallstange versperrt.