Zweibrücken RHEINPFALZ Plus Artikel UBZ-Mitarbeiter Jürgen Rothhaar in ARD-Quizsendung „Sag die Wahrheit“

Der Zweibrücker Kehrmaschinenfahrer Jürgen Rothhaar (links) war zu Gast in der Fernsehsendung „Sag die Wahrheit“. Der Screenshot
Der Zweibrücker Kehrmaschinenfahrer Jürgen Rothhaar (links) war zu Gast in der Fernsehsendung »Sag die Wahrheit«. Der Screenshot zeigt einen Ausschnitt aus der Sendung.

„Sag die Wahrheit“: UBZ-Mitarbeiter Jürgen Rothhaar war bei der ARD-Quiz-Sendung zu Gast. Womit er sich als der „echte“ Kehrmaschinenfahrer verriet.

„Sag die Wahrheit“ heißt die ARD-Fernsehsendung, in der vier Prominente herausfinden müssen, welcher von drei Kandidaten eben jene Wahrheit sagt über seinen Beruf oder seine Passion. Kürzlich wurde eine Folge der Sendung des SWR ausgestrahlt, in der der Zweibrücker Kehrmaschinenfahrer Jürgen Rothhaar zu Gast war.

Wenn es um die Kehrmaschine des Zweibrücker Umwelt- und Servicebetriebes (UBZ) geht, bekommen besonders Bewohner der Vororte einen Hals. Denn die Kehrmaschinenpflicht, die laut Kritikern unter besonderen Umständen im Verwaltungsrat der UBZ beschlossen wurde, stößt so manchem sauer auf. Ganz anders der Fahrer der Kehrmaschine. Jürgen Rothhaar musste sich in der Fernsehsendung den Fragen der Rate-Promis Smudo, Kim Fischer, Bodo Bach und Hadnet Tesfai stellen. Zwei weitere Kandidaten behaupteten, Rothhaar zu sein und ihren Kindheitstraum als Kehrmaschinenfahrer zu leben.

Täglich Rinnen auf 55 Kilometern säubern

„Mein Name ist Jürgen Rothhaar und ich fahre die Kehrmaschine in meiner Stadt. In sieben Stunden am Tag, bei Wind und Wetter, lege ich etwa 55 Kilometer zurück, um die Rinnen zu säubern. Nur bei unter minus drei Grad bleibt das Gefährt in der Garage. Ich liebe meinen Beruf und den Austausch mit den Menschen. Aber es kann auch vorkommen, dass ich schräg angeschaut werde oder Leute absichtlich Abfall auf die Straße werfen. Überhaupt fällt mir auf, dass unsere Stadt immer mehr zugemüllt wird. Da fehlt es leider am Respekt für die Umwelt. Trotzdem genieße ich die Freiheit, die mein Beruf mir gibt“, hatte Moderator Michael Antwerpes Rothhaars Ausführungen vorgelesen, um die Raterunde einzuleiten. Er schob hinterher, dass der echte Jürgen Rothhaar ein ganz lieber Zeitgenosse sei.

Auf Fragen der vier Rate-Promis antwortete der echte Jürgen Rothhaar, dass seine Kehrmaschine im Einsatz zwischen sechs und acht Stundenkilometer schnell sei, aber ohne Kehrarm bis Tempo 90 fahren könne. Er bestätigte Bodo Bach, dass seine Kehrmaschine auch rückwärts fahren kann und dann einen Warnton ausgibt. Hadnet Tesfai fragte nach Karrieremöglichkeiten als Kehrmaschinenfahrer, Smudo hingegen interessierte sich für den Kraftstofftank. Den muss Rothhaar einmal am Tag füllen, nach seiner Aussage passen 160 Liter Sprit hinein.

Zwei Rate-Profis liegen falsch

Kim Fischer entschied sich für einen Kandidaten, der schwindelte, auch Bodo Bach entschied sich für den falschen Mann. Hadnet Tesfai dagegen tippte auf Jürgen Rothhaar – „den Kandidaten, der so furztrocken auf alles geantwortet hat“, wie sie sagte. Und auch Smudo entschied sich für den echten Jürgen Rothhaar.

Nach der Enthüllung, wer der echte Kehrmaschinenfahrer ist, wurde ein kleiner Film ohne Kommentar eingespielt, der Jürgen Rothhaar bei der Arbeit zeigt, wo der Kfz-Mechaniker beispielsweise Laub in der Gestütsallee kehrt. Er sitzt seit 33 Jahren auf „seinem Bock“ und erzählte auch von parkenden Autos, für die er auch mal seine Route ändert. Und davon dass er bei Dränglern statt sechs bis acht nur noch drei Kilometer pro Stunde fährt.

x