Zweibrücken Terex: Katastrophale Lage für den Standort

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Nachdem am 6. November zwischen dem Kranbauer Terex, seinem Betriebsrat und der Gewerkschaft IG Metall keine Einigung über ein verändertes Lohnmodell für rund 800 Mitarbeiter in der Produktion gefunden wurde, sieht Standortchef Klaus Beulker eine dramatische Situation auf die Werke Dinglerstraße, Wallerscheid und Bierbach zukommen.

Für Beulker haben sich die Arbeitnehmervertreter mutwillig vor der neutralen Einigungsstelle unter Vorsitz des ehemaligen Arbeitsrichters Roland Lukas einer Lösung versagt. „Für den Standort ist das eine Katastrophe“, urteilt Beulker. Sollte bis zum letzten Termin am 22. Januar keine Einigung erzielt werden, müsse das Unternehmen „andere Maßnahmen“ erwägen. Man habe mit entsprechenden Planungen begonnen. Es bestehe die Gefahr, dass „Entscheidungen des Managements nicht für den Standort Zweibrücken getroffen würden“, formuliert der Chef von 1700 Mitarbeitern. Laut Gewerkschaftssekretär Ralf Cavelius droht Terex damit, das zuletzt mit hohen Investitionen in die Raupenkran-Abnahme aufgerüsteten Werk Bierbach aufzugeben. 150 Arbeitsplätze könnten betroffen sein. Der Betriebsrat weist die Vorwürfe der Geschäftsführung zurück. Man könne keiner Änderung eines Entgeltmodells zustimmen, das für die Mitarbeiter monatliche Einbußen von 800 Euro mit sich bringe. Die Darstellung der Geschäftsführung, dass die Betroffenen durch flexible Lohnanteile gleich gut gestellt würden, sei falsch. Die Geschäftsführung will einen Wechsel vom Prämienlohnmodell zum Leistungsentgelt mit Zielvereinbarungen. Betriebsrat und Gewerkschaft lehnen dies ab, weil die Gehaltsabrechnung dann auf weniger objektiv messbaren Kriterien (Stückleistungen, Materialverbrauch) beruhen würde. Cavelius: „Wir wollen keine Nasen-Prämie, bei der das Unternehmen nach Gefügigkeit des Mitarbeiters entlohnt.“ Ab Dienstag soll vor einer weiteren Einigungsstelle eine Betriebsvereinbarung zur Flexibilisierung der Arbeitszeit verhandelt werden. Auch dazu gab es bisher keine Verständigung zwischen Betriebsrat und Geschäftsführung. Terex bestätigte gestern, dass der langjährige Leiter der Werke Dinglerstraße und Bierbach, Thomas Divivier, von seinen Aufgaben entbunden wurde. Es handele sich aber nicht um eine Entlassung, sondern um eine Versetzung. Wie berichtet, trennte sich der Kranbauer bereits Mitte Oktober vom Werksleiter Wallerscheid, Ralf-Dieter Koch. Wie es heißt einvernehmlich. (cps)

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