FUSSBALL RHEINPFALZ Plus Artikel SV Großsteinhausen erwartet SG Harsberg/Wallhalben/Mittelbrunn

Neuer Trainer des B-Klasse-Dritten SV Großsteinhausen: Patrick Müller
Neuer Trainer des B-Klasse-Dritten SV Großsteinhausen: Patrick Müller

Mit der SG Harsberg-Wallhalben-Mittelbrunn empfängt der SV Großsteinhausen am Sonntag, 16 Uhr, in der B-Klasse West eine Mannschaft, die nach passablen Liga-Leistungen am Mittwoch nicht zum Kreispokalspiel gegen Contwig angetreten ist.

Die Gastgeber haben nach einem tadellosen Start am vergangenen Spieltag ihre erste Punktspielniederlage in dieser Saison kassiert. „Es war ja, ich möchte mal sagen, ein relativ großer Schnitt, den wir im Sommer gemacht haben. Von Beginn an hat sich die Mannschaft aber super entwickelt“, sagt Trainer Patrick Müller. Der 39-Jährige zählt selbst zu den vielen Neuen und möchte mit einem Konzept neue Strukturen am Scheuerwald einführen. Zwei Jahre nach dem Abstieg aus der A-Klasse und dem zweimaligen Verfehlen des Wiederaufstiegs versucht der Verein einen Neuaufbau. Müller, ehemals langjähriger Juniorentrainer des FK Pirmasens, hat dabei die Aufgabe, einer verjüngten Mannschaft eine neue Handschrift zu geben.

Die erste Niederlage

Großsteinhausen als derzeit Dritter hat dem aktuellen Klassenprimus Stambach die erste und bislang einzige Niederlage beigebracht. Letzte Woche hat es dann auch den SVG erwischt: Bei der SG Rieschweiler II verloren das Team erstmals. Einen Knick im gestiegenen Selbstvertrauen mag der Verwaltungsfachangestellte bei der Kreisverwaltung Pirmasens aber nicht erkennen. Sein Team hätte das Spiel nicht verlieren müssen, ein Unentschieden wäre okay gewesen. „Die Jungs sind weiter fordernd und ziehen aus dem Ganzen ihre Lehren, sowohl aus Siegen als auch Niederlagen. Sie sehen, was der Trainer vorgibt, was unser Weg ist. In der Trainingswoche hat daher keiner den Kopf hängen lassen, sondern alle haben Gas gegeben.“

Mit der neuen Dreier-Spielgemeinschaft sieht Müller eine sehr schwierige Aufgabe auf seine Team zukommen. „Harsberg war schon immer ein schwer zu bespielender Gegner, der ein sehr gutes Mannschaftsgefüge hat. Egal, wie es läuft oder sich entwickelt, die kämpfen immer bis zum Schluss. Da genügen schon fünf Prozent weniger Leistung, und man bekommt Probleme. Außerdem ist die Liga so ausgeglichen, dass jeder jeden schlagen kann.“

Einen tiefen Einschnitt im Mannschaftsgefüge sollte es auch bei den neuen SG-Partnern Harsberg, Wallhalben und Mittelbrunn geben. Klar, wenn erstmals drei Vereine in der Region eine SG-Ehe eingehen. Laut Trainer Michael Müller sind es im Sommer aber doch weniger Neuzugänge aus Wallhalben und Mittelbrunn geworden als ursprünglich gedacht. Acht bis neun Abgänge gab es zu verkraften. „Die Spielgemeinschaft an sich, das läuft von Beginn an“, führt Trainer Müller aus.

Recht kleiner Kader

Er rechnet mit einer „nicht ganz so einfachen Runde.“ Ergebnistechnisch zeigt sein Team in den vergangenen Wochen aber aufsteigende Form. „Mit der Entwicklung bin ich sehr zufrieden“, erklärt der Automobilverkäufer. Gegen Mannschaften wie Ixheim und Gersbach könne man verlieren. Dass seine Spieler bei der SG Knopp/Wiesbach im Kerwespiel ein Unentschieden geholt und dabei auch noch ein tolles Spiel abgeliefert haben, „hätte ich unterschrieben, hätte es mir jemand vorher angeboten.“ Hinzu kommen zwei Siege gegen die SG TuS Rimschweiler/VB Zweibrücken II und den FK Petersberg II. „Wir haben einen Kader mit hoher Qualität für die B-Klasse, da schlummert einiges an Potenzial. Aber wir sind dünn besetzt, wenn es wegen Verletzungen oder durch meine vielen Schichtarbeiter zu Absagen kommt, wird es eng“, sagt der 54-Jährige.

Was auf ihn und seine Jungs am Sonntag zukommt, kann er gut einordnen. „Die sind der ganz klare Favorit“, unterstreicht Müller. „Sie haben eine sehr gute Mannschaft und vor der Runde noch einen sehr guten Trainer dazubekommen. Wir fahren hin, um was zu holen. Aber die Trauben hängen hoch in Großsteinhausen“, weiß er.

Trainer der neuen Dreier-Spielgemeinschaft Harsberg/Wallhalben/Mittelbrunn: Michael Müller.
Trainer der neuen Dreier-Spielgemeinschaft Harsberg/Wallhalben/Mittelbrunn: Michael Müller.
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