Zweibrücken
Studieren unter Corona: Lehre digital, soziales Leben minimal
Das Hochschulleben hat sich in der Corona-Krise verändert. Sie ist digitaler geworden, die Studenten sind stärker auf sich allein gestellt und tragen mehr Eigenverantwortung. „Kompetenzen wie Selbstmanagement und Zeitmanagement sind plötzlich sehr viel wichtiger geworden“, so Adrian Müller, Professor aus dem Zweibrücker Fachbereich Informatik und Mikrosystemtechnik. Er berät die Projektgruppen, mit denen sich Studenten aus dem vierten Semester des Studiengangs Medieninformatik bis Ende Juni auseinandersetzen.
In sechs Einzelprojekten werden Maßnahmen und Strategien erarbeitet, die der sozialen Isolation und der zunehmenden Entfremdung von der Lebenswelt Hochschule entgegenwirken sollen. Ebenso sollen die Studenten fitter fürs digitale Studium gemacht werden. Beispielsweise beschäftigt sich eine Gruppe damit, wie die Studenten unter sich und mit den studentischen Gremien besser in Kontakt kommen kann. Eine andere Gruppe erarbeitet Tipps für das Lernen im Distanzunterricht. Da geht es unter anderem um Lernmethoden, Lerntypen und Belohnungen.
Studenten profitieren von Ideen
Auch der Spaß soll nicht fehlen. Um den kümmert sich eine Gruppe, die etwa Spieletreffs organisieren will. Die Projektteams wollen ihre Ergebnisse hochschulintern auf verschiedenen Kommunikationskanälen veröffentlichen, um die Ideen und Maßnahmen vielen zukommen zu lassen.
Projektbetreuer Adrian Müller: „Ein zusätzlicher Wert des Projektes liegt darin, dass die Studierenden spezifische oder kritische Punkte aktueller Themen beleuchten, die sie ganz konkret selbst betreffen. Von den hierfür entwickelten Lösungsvorschlägen und bestenfalls von deren Umsetzung können sie anschließend selbst deutlich profitieren.“ Außerdem erwerben die Studenten fachliche und methodische Kompetenzen, die sie für ihren späteren Beruf gebrauchen können.